Streit um "Hobbit"-Vermarktung: Kläger und Filmstudio einigen sich

Ein jahrelanger Gerichtsstreit um die Vermarktung der Filmstoffe "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" und dutzende Millionen Dollar ist beigelegt worden. Die Erben von Buchautor J.R.R. Tolkien konnten sich mit dem Hollywood-Studio Warner Bros. einigen.
04.07.2017 02:33

Beide Seiten seien über die "auf gütlichem Wege" erzielte Einigung erfreut, zitierten die Filmportale "Deadline.com" und "Hollywood Reporter" am Montag aus einer Mitteilung des Filmstudios und der Erben des "Hobbit"- und "Herr der Ringe"-Autors. Details über die Einigung wurden nicht bekanntgegeben.

Die Erben des britischen Autors J.R.R. Tolkien (1892-1973) waren 2012 im Streit um die Vermarktung der Film-Trilogien in Los Angeles vor Gericht gezogen. Sie warfen Warner Bros. und beteiligten Firmen vor, mit ihrem digitalen Merchandising gegen einen alten Vertrag aus den 1960er Jahren zu verstossen.

Gemäss dem Vertrag hätten die Filmschaffenden nur das Recht, Produkte wie Figuren, Kleidung und Papierwaren zu verkaufen, nicht aber digitale Waren, wie Online-Spiele und Klingeltöne. Die Erben des Autors verlangten eine Entschädigung in Höhe von 80 Millionen Dollar.

Der neuseeländische Regisseur Peter Jackson hat beide Fantasy-Geschichten aus dem Reich der Mittelerde als Trilogien verfilmt. Die letzte Folge - "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" - war 2014 im Kino erschienen.

(SDA)