Swiss Re 2016 mit Gewinnrückgang auf 3,6 Milliarden Dollar

Der Rückversicherer Swiss Re hat 2016 deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Der Konzerngewinn sank um 22,6 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Grund für den deutlichen Rückgang sind vor allem ein Anstieg der Schäden durch Naturkatastrophen.
23.02.2017 07:42

So haben unter anderem die Waldbrände in Kanada, das Erdbeben in Neuseeland und der Hurrikan Matthew das Ergebnis im grössten Geschäftsbereich, der Rückversicherung von Schaden- und Haftpflichtversicherungen, um 30 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar sinken lassen, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte.

Aber auch in den Sparten Lebens- und Gesundheitsrückversicherung sowie den Unternehmensversicherungen musste der zweitgrösste Rückversicherer der Welt einen Gewinnrückgang hinnehmen. Zulegen konnte Swiss Re einzig im Geschäft mit der Abwicklung von geschlossenen Lebens- und Krankenversicherungsportfeuilles. In dieser Sparte stieg das Ergebnis dank einer guten Anlagerendite deutlich an.

Trotz dem Gewinnrückgang bezeichnet Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler das vergangene Jahr als Erfolg. "Wir haben 2016 trotz anhaltend schwierigen Geschäftsbedingungen ein gutes Ergebnis erzielt", lässt sich Mumenthaler in der Mitteilung zitieren. Tatsächlich konnte der Rückversicherer die Prämien- und Honorareinnahmen um 10 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar steigern. Der in diesem Geschäft wichtige Schaden-Kosten-Satz der Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch von 87,0 Prozent auf 94,8 Prozent verschlechtert.

Wie schon in den Vorjahren sollen auch in diesmal die Aktionäre profitieren. Der Verwaltungsrat der Swiss Re schlägt der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende um 5,4 Prozent auf 4,85 Franken pro Aktie vor. Ebenfalls fasst das Unternehmen ein erneutes Aktienrückkaufprogramm von einer Milliarde Franken ins Auge.

Dieser Rückkauf bis Ende 2018 werde jedoch nur dann ausgeführt, wenn überschüssiges Kapital zur Verfügung stehe, Grossschäden ausblieben und sich keine anderweitigen Geschäftsmöglichkeiten anbieten würden, heisst es in der Mitteilung.

(SDA)