Syrische Milizen kündigen Kampfpause zur Reparatur von Staudamm an

Beirut, 27. Mrz (Reuters) - Syrische Milizen haben nach eigenen Angaben ihre Kämpfe gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat ausgesetzt, um Reparaturen am größten Staudamm des Landes zu ermöglichen. Die von den US...
27.03.2017 13:57

Beirut, 27. Mrz (Reuters) - Syrische Milizen haben nach eigenen Angaben ihre Kämpfe gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat ausgesetzt, um Reparaturen am größten Staudamm des Landes zu ermöglichen. Die von den USA unterstützte Gruppe SDF erklärte am Montag, die vierstündige Pause erlaube es Ingenieuren der Regierung, an der Tabka-Talsperre westlich der IS-Hochburg Rakka zu arbeiten. Der IS hält das 4,5 Kilometer lange Bauwerk seit 2014 besetzt. Zuletzt hatten die Islamisten gewarnt, die Anlage sei nach Luftangriffen außer Betrieb und drohe wegen eines hohen Füllstandes zu brechen. Auch der ehemalige syrische Betreiber hat den USA vorgeworfen, die Kontrollsysteme des Damms durch Luftangriffe zerstört zu haben. Ein Sprecher der Anti-IS-Allianz wies dies zurück.

Das ist ein Test

Etwa 40 Kilometer flussabwärts am Euphrat liegt Rakka, die faktische Hauptstadt des IS. Die US-geführten Einheiten sind zuletzt immer weiter an die Stadt herangerückt. Die Vereinten Nationen haben vor einer Katastrophe gewarnt, sollte der Tabka-Damm zerstört werden.

Das ist ein Test

(Reporter: Ellen Francis; mit Material von Angus McDowall und Suleiman Ah-Khalidi; geschrieben von Scot W. Stevenson; redigiert von Thomas Seythal. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168.)

(Reuters)