A380 - Airbus setzt auf China

Der französische Flugzeugbauer Airbus setzt auf China, um die verhaltene Nachfrage nach seinem Riesenjumbo A380 anzukurbeln.
23.09.2017 14:02
Ein A380 der Singapore Airlines am Flughafen Zürich.
Ein A380 der Singapore Airlines am Flughafen Zürich.
Bild: cash

Chinesische Fluggesellschaften könnten in den nächsten fünf Jahren zwischen 60 und 100 Grossraumflugzeuge vom Typ A380 benötigen, sagte China-Landeschef Eric Chen. Bisher hat der Boeing-Rivale lediglich fünf der doppelstöckigen Jets an China Southern Airlines verkauft. Chen setzt auf einen Dominoeffekt. Wenn eine Airline eine grössere Anzahl an A380-Maschinen bestelle, würden andere folgen. Allerdings sei es nicht leicht, chinesische Käufer zu überzeugen.

China ist der weltweit am schnellsten wachsende Markt der Luftfahrtbranche. Boeing zufolge werden chinesische Airlines in den kommenden 20 Jahren voraussichtlich 1,1 Billionen Dollar für mehr als 7000 Flugzeuge ausgeben. Allerdings seien vor allem kleinere Verkehrsflugzeuge gefragt.

Die Nachfrage nach dem A380, dem grössten Verkehrsflugzeug der Welt, ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, weil deutlich gesunkene Betriebskosten die Attraktivität kleinerer Flugzeuge erhöht haben. US-Rivale Boeing, dessen Grossraummodell 747-8 sich ebenfalls nur schwach verkauft, sieht keine Zukunft mehr für Maschinen dieser Grösse. Dem widerspricht Airbus.

(Reuters)