ABB will offenbar an Stromnetz-Sparte festhalten

ABB will sich offenbar nicht von der Sparte Stromnetze trennen. Das Geschäft bleibe bei ABB, berichten verschiedene Sonntagsmedien.
18.09.2016 17:11
Zur künftigen ABB-Struktur gibt es verschiedene Meinungen.
Zur künftigen ABB-Struktur gibt es verschiedene Meinungen.
Bild: Bloomberg

Weder ein Verkauf noch die Auslagerung in ein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Börsengang kämen in Frage, zitiert die "SonntagsZeitung" eine "bestens informierte Quelle aus der Konzernzentrale. Weiter interpretiert die Zeitung eine Auftragsmeldung der vergangenen Woche von ABB für die Sparte Stromnetze als Hinweis darauf, dass diese bei ABB bleiben werde.

In der "Schweiz am Sonntag" wird gleichzeitig die Position des Grossaktionärs Cevian, der bekanntlich die Abtrennung der Sparte Power Grids anstrebt, einmal mehr aufgenommen. "Wenige Unternehmen, wenn überhaupt welche, waren in den letzten Jahren erfolgreich, indem sie sich breit aufgestellt haben", lässt sich in einem Artikel zu diesem Thema Lars Förberg, Managing Director von Cevian, zitieren. Er bekräftigte damit die Position, die Cevian in der vergangenen Woche bereits in schwedischen Medien verbreitete.

Die "NZZ am Sonntag" greift die Thematik ebenfalls auf, fokussiert sich dabei aber auf die Rolle der Hedge Funds insgesamt. Das Blatt weist darauf hin, dass Cevian in der vergangenen Woche die Position an ABB auf 6,2% erhöht habe, um den Druck zu erhöhen. Laut ABB ist aber der Anteil von Cevian von gut 5 auf über 6% gestiegen, weil ABB eigene Aktien zurückgekauft habe.

ABB informiert offiziell anlässlich des Capital Markets Day vom 4. Oktober über die geplante Strategie der Sparte Stromnetze.

(AWP)