Abkürzung  - Gewächshäuser-Startup Infarm strebt über Spac-Deal an die Börse

Das für seine Indoor-Gewächshäuser bekannte Berliner Agrar-Startup Infarm strebt Insidern zufolge mit einer SPAC-Transaktion an die Börse.
18.04.2021 08:38
Treeibhausschrank von Infarm.
Treeibhausschrank von Infarm.
Bild: imago images / Cord

Infarm habe die Investmentbank Goldman Sachs damit beauftragt, entsprechende Optionen auszuloten und strebe dabei eine Bewertung von rund einer Milliarde Dollar an, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Transaktion sei aber noch nicht in trockenen Tüchern. Goldman Sachs wollte sich nicht zu den Angaben äussern. Infarm erklärte, keine Stellung zu Marktspekulationen zu nehmen.

Infarm hat sich auf die sogenannte vertikale Landwirtschaft spezialisiert, die Ressourcen wie Boden und Wasser einspart, und hatte im vergangenen Monat von Investoren rund 100 Millionen Dollar erhalten. Damit hat Infarm insgesamt bereits rund 400 Millionen Dollar eingesammelt. Zu den Geldgebern gehören unter anderem LGT Lightstone, die Duisburger Familien-Holding Haniel sowie der Fonds Atomico von Skype-Gründer Niklas Zennström. Infarm stellt grossflächig Gewächshäuser in Supermärkte und zählt Ketten wie Kaufland, Aldi Süd, Coop, Kroger oder Marks & Spencer zu seinen Kunden.

Immer mehr Unternehmen gehen über "Special purpose acquisition companys", kurz SPAC, an die Börse. Durch die Fusion mit einem an der Börse gelisteten Firmenmantel werden sie quasi über eine Abkürzung auf das Börsenparkett gebracht.

(Reuters)