Abwanderung - Singers Hedgefonds verlegt Zentrale von New York nach Florida

Elliott Management, die Hedgefondsgesellschaft von Paul Singer, will unterrichteten Kreisen zufolge ihre Zentrale nach West Palm Beach in Florida verlagern.
24.10.2020 21:42
Paul Singer am WEF in Davos, 2013.
Paul Singer am WEF in Davos, 2013.
Bild: WEF/Remy Steinegger

Bisher war Midtown Manhattan der Hauptfirmensitz der 41 Milliarden Dollar schweren Gesellschaft. Sie schliesst sich einer wachsenden Zahl von Fondsgesellschaften an, die in den sonnenverwöhnten US-Bundesstaat umgezogen sind.

Florida, das keine persönlichen Einkommenssteuern, Erbschaftssteuern oder Kapitalertragssteuern erhebt, ist in den letzten Jahren ein heisses Ziel für Hedgefonds geworden. Die Covid-19-Pandemie hat diese Abwanderung weg aus New York, dem ersten Epizentrum des US-Ausbruchs, beschleunigt.

Co-Chief Investment Officer Jon Pollock, der als Singers Kronprinz gilt, besitze ein Haus in der Nähe von West Palm Beach und habe dort während der Pandemie gelebt, sagten die informierten Personen. Der nunmehr permanente Umzug von Pollock und mehreren anderen Führungskräften spiele eine grosse Rolle bei der Entscheidung, die Zentrale zu verlegen, hiess es weiter.

Elliott wird weiterhin an der Präsenz in New York festhalten und auch ein Büro in Greenwich, Connecticut, eröffnen. Der 76-jährige Milliardär Singer wird im Nordosten bleiben. Ein Unternehmenssprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Es sei unklar, wie viele der mehrere hundert Mitarbeiter des Unternehmens in den Süden ziehen werden, aber Elliott werde weiterhin Hunderte von Personen in seinen Büros in Manhattan beschäftigen, hiess es. Nach Angaben des Analyseunternehmens Preqin wird sich mit dem Umzug von Elliott das Vermögen der Branche in Florida um mehr als die Hälfte erhöhen.

(Bloomberg)