Aktien SchweizBankaktien schieben Schweizer Börse hoch

Die Schweizer Börse ist mit leichten Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der Schlussspurt der Wall Street am Freitag sorge für gute Stimmung, sagen Händler.
20.02.2017 11:30
Am Montagmorgen an der Schweizer Börse gefragt: Credit-Suisse-Aktie.
Am Montagmorgen an der Schweizer Börse gefragt: Credit-Suisse-Aktie.
Bild: Bloomberg

Gefragt sind vor allem Bankaktien. Der SMI steigt bis 11.30 Uhr um 0,2 Prozent auf 8520 Zähler und überwand die charttechnische Hürde im Bereich 8480 bis 8500 Punkte. Am Freitag hatte der Leitindex 0,5 Prozent zugelegt.

Händler erwarten, dass die Aktivitäten im Verlauf abflauen, weil in den USA die Märkte wegen des President's Day geschlossen bleiben. "Damit fehlen die Impulse von der Wall Street", sagt ein Börsianer.

Die Aktien der Credit Suisse setzen sich mit einem Plus von 1,9 Prozent an die Spitze der Standardwerte. Die Anteile der UBS rücken 1,6 Prozent vor. Die grösste Schweizer Bank trennt sich in Luxemburg und der Schweiz von Geschäftseinheiten, die Dienstleistungen in der Fondsadministration erbringen. Käufer ist die US-Firma Northern Trust Corporation. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sprechen von einer Flurbereinigung in Randbereichen.

Versicherungstitel sind ebenfalls meist höher. Die Titel von Swiss Re steigen um 0,7 Prozent. Der Rückversicherer veröffentlicht am Donnerstag seinen Jahresabschluss.

Nestlé bremst den Leitindex

Merklich gebremst wird die Börse von Nestlé. Die Aktien des Index-Schwergewichts verlieren 0,9 Prozent. Der Ketchup-Hersteller Kraft-Heinz hat seine 143 Milliarden Dollar schwere Offerte für die niederländische Unilever zurückgezogen. Die Übernahmepläne hatten am Freitag den Aktien von Konsumgüter- und Nahrungsmittelherstellern Auftrieb gegeben.

Mit Novartis büsst ein weiteres SMI-Schwergewicht 0,3 Prozent an Wert ein. Die Roche-Titel stehen geringfügig höher. Eine Kombination der beiden Roche-Krebsmedikamente Tecentriq und Avastin zeigte in einer klinischen Phase-II-Studie erfolgversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Nierenzellkarzinom. Verglichen wurde die Immotion150 genannte Therapie mit der Pfizer-Arznei Sunitinib.

Die Aktien von Basilea steigen um 0,5 Prozent. Die Biotech-Firma hat den Verlust im vergangenen Jahr auf 51,3 von 61,6 Millionen Franken verringert. Die Barmittel nahmen auf 289 von 364,7 Millionen Franken ab. Dieses Jahr soll sich der Erlös aus Produktverkäufen auf 15 Millionen Franken in etwa verdoppeln. Pro Monat rechnet Basilea mit rund drei Millionen Franken Betriebsverlust.

Luxusgütertitel wieder einmal gefragt

Die Anteile zyklischer Firmen ziehen meist an. Die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch machen mit einem Plus von 1,8 und 1,4 Prozent einen Teil der jüngsten Kurseinbussen wett.

Die Titel des Personaldienstleisters Adecco, des Elektrotechnikkonzerns ABB und der Sanitärtechnikfirma Geberit stiegen jeweils um rund ein halbes Prozent.

Am breiten Markt fallen die Anteile des Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach mit einen Kursgewinn von 8,8 Prozent auf. Die Burckhardt-Aktien hingegen fallen um 8,5 Prozent. Der Kompressorenhersteller führt wegen einer Auftragsflaute für 200 von 700 Mitarbeitenden am Standort Winterthur Kurzarbeit ein.

(Reuters)