Aktien Schweiz - Die Schweizer Börse bewegt sich seitwärts

An der Schweizer Börse halten sich die Kursausschläge am Mittwochmorgen in Grenzen. Der Markt setze die jüngst begonnene Konsolidierung fort, sagt ein Händler.
05.04.2017 11:20
Nach dem grünen Licht aus den USA zur Übernahme ein Kauf: die Syngenta-Aktie.
Nach dem grünen Licht aus den USA zur Übernahme ein Kauf: die Syngenta-Aktie.
Bild: Bloomberg

"Wenn es einmal zu etwas stärkeren Bewegungen kommt, geschieht das wohl eher zufällig." Der Risikoappetit der Anleger sei vor der Veröffentlichung erster Angaben zum US-Arbeitsmarkts im März gering. "Wir sind in der Woche, die am Freitag mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht gekrönt wird. Zudem beginnt demnächst die Saison der Erstquartalsberichte", sagt ein Börsianer.

Der SMI steht um 11.20 Uhr bei 8642 Punkten geringfügig tiefer als am Vortag. Am Dienstag hatte der Leitindex nach einem Schlussspurt um 0,2 Prozent höher geschlossen.

Kaum marktbewegenden Einfluss hat Händlern zufolge die zweite Fernsehdebatte im französischen Wahlkampf. Im Kampf um die Präsidentschaft behauptete der parteiunabhängige Emmanuel Macron am Dienstagabend auch nach dem zweiten Aufeinandertreffen der Kandidaten seine Favoritenrolle. "Es geht sowieso kaum jemand mehr von einem Wahlsieg von Marine Le Pen aus", sagte ein Börsianer. Positiv wurde der höhere Ölpreis aufgenommen.

Am Nachmittag steht die Erhebung der privaten Agentur ADP zum US-Arbeitsmarkt am Programm. Die Zahlen versprechen einen Vorgeschmack auf die amtlichen Jobstatistik am Freitag. Zudem wird nach Börsenschluss in Europa das Protokoll der jüngsten geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht. Davon erhoffen sich die Anleger Hinweise auf Zeitpunkte und Tempo der weiteren Zinserhöhungen.

Zurich nach Kaufempfehlungen weiter gesucht

Die Zurich-Aktien ziehen mit plus 1,1 Prozent deutlich an. Berenberg hat die Empfehlung für den Versicherer auf "Buy" von "Hold" angehoben. Berets am Dienstag hatte eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs für einen kräftigen Anstieg gesorgt.

An die Spitze der SMI-Gewinner setzen sich die Anteile von Syngenta mit einem Kursplus von 1,2 Prozent an. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat die 43 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Agrarchemiekonzerns durch Chem-China unter Auflagen gutgeheissen.

Die Aktien der Grossbank Credit Suisse rücken 0,6 Prozent vor, diejenigen der Rivalin UBS geben dagegen 0,1 Prozent nach. Die Titel von Julius Bär ziehen 0,3 Prozent an.

Zyklische Firmen wie der Prüfkonzern SGS und der Aromen- und Dufthersteller Givaudan gewinnen an Wert.

Auch die Nestlé-Aktien steigen leicht. Ebenfalls leicht zulegen kann das anderen Index-Schwergewicht Roche, wogegen  Novartis 0,2 Prozent verliert.

Luxusgüteraktien im Verkauf

Schwächer sind die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch mit einem Minus von 0,7 Prozent. Die Titel des Luxusgüterherstellers Richemont ermässigen sich um 0,5 Prozent. Auch der Personaldienstleister Adecco, der Elektrotechnikkonzern ABB und die Sanitärtechnikfirma Geberit stehen auf den Verkaufszetteln.

Am breiten Markt fallen Orascom mit einem Kursplus von 2,9 Prozent auf. Der Tourismus- und Baukonzern hatte am Vortag nach der Ankündigung von tiefroten Zahlen für das vergangene Jahr kräftig an Wert verloren.

Die Aktien der MCH Group tauchen um 5,5 Prozent. Der Messebetreiber will trotz eines Gewinnzuwachses von 8 Prozent die Dividende unverändert lassen. Zudem stellte MCH einen Gewinnrückgang in Aussicht.

(Reuters)