Aktien Schweiz - Die Schweizer Börse kippt ins Minus

Die Schweizer Börse ist am Montag leicht fester gestartet, verlor aber nach einer Handelsstunde den Schwung.
27.02.2017 10:50
Nach rund einer Stunde Grün wechselte die Ampel an der Schweizer Börse am Montagmorgen auf Rot.

Der anfängliche Anstieg sei aber eher kraftlos gewesen, sagen Händler. Für Dynamik könnten im Verlauf die Konjunkturzahlen aus der Euro-Zone und den USA sorgen, heisst es am Markt. Der SMI notiert um 10.45 Uhr mit 8509 Punkten um 0,2 Prozent tiefer. Am Freitag war der Leitindex um ein halbes Prozent gesunken.

Der Anstieg des SMI über 8500 Punkte bestätige aber den mittelfristigen Aufwärtstrend erklären die Charttechniker der ZKB in ihrem täglichen Marktkommentar. Auf zwei bis drei Monaten Sicht erwarten sie einen SMI-Anstieg in Richtung 8800 Zähler.

Impulse erhoffen sich die Marktteilnehmer von den Daten zum Geschäftsklima und zum Konsumenvertrauen in der Euro-Zone. In den USA stehen am Nachmittag die Auftragseingänge für langlebige Güter auf dem Programm.

Grossbankaktien unter Druck

Deutlich leichter sind die Bankaktien. Credit Suisse sinken um 0,7 Prozent. UBS ermässigen sich um 0,8 Prozent auf 15,33 Franken. Goldman Sachs hat das Kursziel für UBS auf 19,60 von 20,10 Franken gesenkt, die Empfehlung lautet auf "Neutral". Auch Versicherungswerte neigen leicht zur Schwäche.

Gefragt sind die GAM-Aktien mit einem Plus von 7,8 Prozent. Der aktivistische Investor RBR Strategic Value, der ein Paket von 2,1 Prozent kontrolliert, will drei Mitglieder in den Verwaltungsrat des Asset-Managers entsenden.

Von den als krisenresistent geltenden Index-Schwergewichten notieren die Nestlé-Aktien um 0,2 Prozent tiefer. Die Novartis-Titel steigen um 0,1 Prozent. Der Pharmakonzern will mittels eines vierten bereits genehmigten Rückkaufprogramms eigene Aktien für bis zu 8,6 Milliarden Franken kaufen. Im Rahmen des im Februar 2014 aufgelegten Rückkaufprogramms erwarb der Pharmakonzern Titel für 8,1 Milliarden Franken, was 3,6 Prozent des Kapitals entspricht. Die Roche-Anteile verlieren 0,5 Prozent.

Uneinheitliche Zykliker

Die Aktien zyklischer Firmen haben keine Richtung. Adecco steigen um 0,2 Prozent. Der Personalvermittler will am Donnerstag den Jahresabschluss veröffentlichen. Die Anteile der Anlagenbauer Georg Fischer, Oerlikon und Sulzer, die diese Woche über den Geschäftsgang informieren wollen, legen ebenfalls zu.

ABB schwächen sich um 0,4 Prozent ab. Der Elektrotechnikkonzern wird dem Irak Ausrüstung zur Energieübertragung im Wert von 500 Millionen Dollar liefern. Das teilte das Büro von Premierminister Haider al-Abadi am Sonntag mit.

Clariant legen 0,1 Prozent zu. Der Chemiekonzern betonte den Willen zur Eigenständigkeit. "Wir wollen nicht übernommen werden, und in der Branche ist das bekannt – und im Sinne gegenseitigen Respekts auch anerkannt", sagte Konzernchef Hariolf Kottmann der "Finanz und Wirtschaft (Samstagsausgabe). Ein feindliches Übernahmeangebot hält Kottmann für riskant.

Am breiten Markt schiessen die Kuros-Aktien 16,4 Prozent in die Höhe. Das bei Wirbelsäulenversteifungen als Knochenersatz zur Anwendung kommende Magnet-Os-Granulat ist in den USA zugelassen worden.

(Reuters)