Aktien Schweiz - Finanzwerte bremsen den SMI

Die Schweizer Börse zeigt sich am Freitagmorgen wenig verändert. Nach einem freundlichen Start bremsen Kursverluste bei den Finanzwerten den Markt.
10.02.2017 10:45
Streitet an der juristischen Front um 300 Millionen Euro: Bank Julius Bär.
Streitet an der juristischen Front um 300 Millionen Euro: Bank Julius Bär.
Bild: cash

"Die positiven Vorgaben aus dem Ausland haben nicht lange angehalten", sagt ein Händler. Der SMI notiert um 10.40 Uhr mit 8415 Zählern 0,3 Prozent tiefer. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,7 Prozent gestiegen.

Die Börsen in den USA und in Fernost hatten zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump gesagt hatte, er werde bald etwas "Phänomenales" in Sachen Steuern verkünden. Zudem waren die chinesischen Exporte unerwartet stark gestiegen.

Die Aktien der Grossbanken büssen Terrain ein. Credit Suisse sinken um 0,7 Prozent. Die Bank legt kommenden Dienstag den Jahresbericht vor. Rivalin UBS schwächt sich um 0,6 Prozent ab.

Julius Bär sind gehalten. Die Privatbank ist mit einer Klage über mehr als 300 Millionen Euro konfrontiert. Der Liquidator einer ausländischen Gesellschaft werfe der Bank vor, sie habe nicht verhindert, dass zwei ihrer Kunden Vermögenswerte dieser ausländischen Gesellschaft veruntreut hätten, erklärt Bär. "Die Bank bestreitet diese Forderung entschieden und hat weitere Massnahmen zum Schutz ihrer Interessen getroffen", erklärt Bär.

Zurich verlieren am Tag zwei nach Bilanzpräsentation weiter

Bei den Versicherungen stechen erneut Zurich heraus. Der Kurs sinkt um 1,3 Prozent. Macquarie nahm die Anlageempfehlung auf "Underperform" von "Neutral" zurück. Der Versicherer hatte am Vortag eine Jahresbilanz weitgehend im Rahmen der Erwartungen vorgelegt und will eine stabile Dividende zahlen.

Die Anteile von Swiss Re sinken um 1,1 Prozent. Der Rückversicherer hat das im November vergangenen Jahres gestartete Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von einer Milliarden Franken abgeschlossen.

Die Index-Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche verlieren bis zu einem halben Prozent.

Die Anteile zyklischer Firmen dagegen ziehen meist an. Eine Reihe guter Firmenbilanzen aus dem In- und Ausland stütze Aktien aus der Industrie- und Servicebranche. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Personalvermittlers Adecco und der Sanitärtechnikfirma Geberit rücken gegen ein halbes Prozent vor.

Ems-Aktie nach Jahresergebnis auf Höchstwert

Am breiten Markt stiegen die Anteile von Ems-Chemie vorübergehend auf einen Höchstwert von 555 Franken. Die Spezialchemikalien-Firma übertraf mit dem Jahresergebnis die Markterwartungen und erhöht die Dividende. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen einen leichten Anstieg von Umsatz und Betriebsgewinn in Aussicht.

Die Anteile von Santhera büssen 2,4 Prozent ein. Der Arzneimittelhersteller will sich mit einer Wandelanleihe bis zu 60 Millionen Franken holen.

(Reuters)