Aktien SchweizMittagsbörse: Der SMI hält sich knapp im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittag leicht im Plus. Der SMI als wichtigster Index hat sich nach einer schwächeren Eröffnungsphase gefangen und bewegt sich um die Marke von 8400 Punkten.
08.02.2017 13:00
Stabile Verhältnisse an der Schweizer Börse am Mittwoch.

Im Fokus stehen hierzulande die drei Bluechips Swisscom, Syngenta und ABB, die ihre Jahreszahlen für 2016 vorgelegt haben, wobei die ersten beiden zulegen und Letztere deutlich verlieren.

Die Stimmung sei grundsätzlich weiter gut, nachdem der Dow Jones gestern ein Rekordhoch erreicht habe, heisst es im Handel. Ein Marktkommentator spricht allerdings von "einer Welt der zwei Geschwindigkeiten". Es sei gut vorstellbar, dass wichtige Indizes in den nächsten Wochen Tagen divergieren würden. Die Korrelation zwischen der Wall Street und den europäischen Börsen sei jedenfalls nicht in Stein gemeisselt, meint er.

Der SMI steigt um 12 Uhr 0,3% auf 8394 Punkte und liegt damit wenige Punkte unter dem Tageshoch. Der 30 Titel umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,2% auf 1332 Zähler zu und der breite SPI 0,3% auf 9190. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 18 im Plus, 9 im Minus und 3 notieren unverändert.

Swisscom an der Spitze

An der Spitze des SLI-Tableaus stehen die Aktien von Swisscom (+1,9%). Der Telekomriese hat mit seinem Jahresumsatz die Konsenserwartungen punktgenau getroffen. EBIT und Reingewinn kamen gar über den Schätzungen zu liegen. Der Ausblick liegt im Rahmen der Konsensschätzungen. Ein Analyst sagt, dass die unveränderte Dividende von 22 Franken zwar stütze, weitere signifikante Kursgewinne aufgrund niedrig bleibender Roaming-Gebühren aber nicht drin lägen. Selbst im gut wachsenden TV-Bereich, sehe sich Swisscom zunehmend mit erstarkter Konkurrenten wie z.B. Netflix konfrontiert.

Auch Syngenta (+1,8%) klettern, wobei der Zahlenkranz eher sekundär ist. Wichtiger ist, dass die Übernahme durch Chem China auf gutem Weg ist und bald abgeschlossen sein soll. Bislang lägen die Genehmigungen von 13 Aufsichtsbehörden vor, heisst es. CEO Erik Fyrwald sagte im Interview mit AWP, dass die Transaktion von "allen Aufsichtsbehörden die Freigabe erhalten wird." Auf die Ausschüttung einer weiteren Dividende wird verzichtet.

Negativ nimmt der Markt dagegen die Jahreszahlen von ABB (-2,3%) auf, die Aktie steht am Schluss der SLI-Tabelle. Der Elektrotechnik- und Automationskonzern hat die Erwartungen der Analysten verfehlt. Analysten wollten nicht hören, dass 2017 ein "Übergangsjahr" sei. Vor allem hat die Margenentwicklung enttäuscht. Ein gewisser Lichtblick ist die vorerst stabilisierte Auftragslage.

Adecco nach Rückstufung im Verkauf

Adecco (-0,8%) leidet derweil unter der Rückstufung von Jefferies. Das Analystenhaus senkt das Rating für den Zeitstellenvermittler auf "Underperform", erhöht aber das Kursziel auf 56 von 53 Franken. Die Titel des Personalvermittlers seien seit dem Sommer stark gestiegen. Jedoch sehe sich Adecco nun strukturellen Schwierigkeiten durch Automation, soziale Medien und Big Data ausgesetzt, hiess es.

Gut im Rennen liegen bei den SMI-Schwergewichten Nestlé (+1,2%). Der Nahrungsmittelhersteller wird nächste Woche seine Jahreszahlen offenlegen. Novartis legt derweil um +0,2% zu, während Roche unverändert notiert. Kaum Einfluss hat hier die Meldung, dass Roche in der Schweiz die Zulassung für das Medikament Alecensa erhalten hat. Die Grossbanken zeigen sich derweil uneinheitlich mit UBS (+0,3%) im positiven und CS (-1,1%) im negativen Bereich.

AMS weiter gesucht

Im breiten Markt legen AMS (+2,5% auf 42,60 Franken) erneut zu, nachdem sich der Titel bereits am Vortag um über einen Fünftel verteuert hat. Analysten erhöhen ihre Kursziele bzw. Ratings gleich reihenweise. So veranschlagen Vontobel und Natixis ihre Kursziele neu bei 49 bzw. 47 Franken. Bossard (+1,7%) fallen ebenfalls positiv auf, nachdem Baader Helvea das Kursziel auf 180 von 170 Franken erhöht und das Rating "Buy" bestätigt hat.

Auf der negativen Seite stehen Vontobel (-2,5%) nach Jahreszahlen. Analysten sprechen von "soliden" Zahlen, zeigen sich jedoch enttäuscht über die grossen Abflüsse von Kundengeldern im Asset Management. Zahlen präsentiert haben mit der GLKB (-0,6%) und der Bank Coop (+0,2%) zudem weitere Banken.

(AWP)