Aktien Schweiz - Roche-Kurssprung hält Schweizer Börse in der Gewinnzone

Die Schweizer Börse tendiert am Donnerstag seitwärts. Gehalten wird der Leitindex vor allem von einem Kurssprung des Schwergewichts Roche.
02.03.2017 11:00
Die Schweizer Börse tritt am Donnerstagmorgen auf der Stelle.
Die Schweizer Börse tritt am Donnerstagmorgen auf der Stelle.
Bild: ZVG

Der SMI notiert um 11 Uhr mit 8636 Punkten praktisch unverändert zum Vortag. Am Mittwoch war der Leitindex um gut 1 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr gestiegen.

Händler sagen, nach der Rekordjagd der Wall Street legten die Anleger eine Verschnaufpause ein. "So eine Serie von Kursanstiegen mutet schon etwas unheimlich an", sagt ein Händler. Trotz des tiefen SMI-Volatiltätsindex rechnen manche Marktteilnehmer mit einer Korrektur. Das Angstbarometer sinkt um gut 1 Prozent.

Im Fokus steht der Pharmakonzern Roche. Der Kurssprung von 5,2 Prozent schiebt den SMI fast 80 Punkte hoch. Eine Kombination der beiden Brustkrebsmedikamente Perjeta und Herceptin sowie einer Chemotherapie erreichte in einer wichtigen Phase-III-Studie ihr Ziel. Die Aktien von Rivale Novartis dagegen sinken um 3,6 Prozent, was allerdings der Dividendenauszahlung geschuldet ist.

Als Stütze des Marktes erweist sich auch Lafarge-Holcim. Die Aktien schnellen 2,9 Prozent hoch. Der Zementkonzern schnitt im vergangenen Jahr etwas besser als erwartet ab und hat im ersten vollen Jahr seines Bestehens Tritt gefasst. Der schweizerisch-französische Konzern schaffte 2016 einen Gewinn von 2,09 Milliarden Franken.

Adecco-Aktie bricht trotz starker Gewinnsteigerung ein

Dagegen streichen die Anleger beim Personalvermittler Adecco Gewinne ein. Der Kurs bricht 3,9 Prozent ein. Adecco vervielfachte im vergangenen Jahr dank einer starken Entwicklung in Teilen Europas den Gewinn auf 723 Millionen Euro und übertraf die Erwartungen der Analysten. Allerdings will das Unternehmen die Dividende mit 2,40 Franken je Aktie stabil lassen. Dafür soll ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 300 Millionen Euro aufgelegt werden. Adecco hat seit dem Tief im Herbst 2016 rund drei Fünftel an Wert gewonnen.

Die Aktien der Banken konsolidieren die starken Vortagesgewinn. Credit Suisse und UBS sinken um 0,1 und 0,4 Prozent. Die Aktien der GAM Holding steigen um 5 Prozent. Der Assetmanager zeigt sich nach einem Gewinnrückgang zuversichtlich. Zudem geht Verwaltungsratschef Johannes de Gier in den Ruhestand. "Bei den Management-Fees konnte GAM die schlimmsten Befürchtungen knapp vermeiden", erklärt ZKB-Analyst Richard Frei. Wenn der Turnaround nicht bald gelinge, könnte die Dividendenhöhe infrage gestellt werden.

Bei den zyklische Firmen legen die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB, der Sanitärtechnikfirma Geberit und des Chemiekonzerns Clariant zu. Kurseinbussen gibts beim Anlagenbauer Oerlikon, der Inspektionsfirma SGS und dem Aromenhersteller Givaudan.

Meyer Burger fallen nach Ausstieg eines Grossaktionärs

Am breiten Markt sinken die Aktien von Meyer Burger um 1,3 Prozent. Der Zulieferer der Solarindustrie schliesst eine Produktionsstätte in den USA und will so rund zehn Millionen Franken einsparen. Der Schritt schlägt 2016 mit Abschreibungen und Wertberichtigungen von rund zwölf Millionen Franken zu Buche. Zudem hat Aktionär Veraison Capital sein Paket von 13,3 Prozent abgestossen.

Ein schlechter als erwartetes Ergebnis schickt die Panalpina-Aktien auf Talfahrt. Der Kurs der Logistikfirma bricht 5,8 Prozent ein.

(Reuters)