Aktien Schweiz - Schweizer Börse tritt auf der Stelle

Die Schweizer Börse hat am Montag nach einer freundlichen Eröffnung an Schwung verloren und präsentiert sich zuletzt wenig verändert.
13.02.2017 11:05
Wenig Bewegung an der Schweizer Börse am Montag.

Händler beschreiben das Geschäft als eher ruhig und uneinheitlich. "Gewinner und Verlierer bewegen sich in engen Spannen. Eine eindeutige Richtung hat sich noch nicht ergeben", sagt ein Börsianer. Der SMI notiert um 11 Uhr mit 8454 Punkten praktisch unverändert. Am Freitag hatte der Leitindex um 0,2 Prozent höher geschlossen.

Die Vorgaben seien eigentlich gut, sagen Händler. An der Wall Street hatten die Aktien nach Handelsschluss in Europa am Freitag noch etwas angezogen und in Japan begrüssten die Anleger, dass der Besuch von Ministerpräsident Shinzo Abe bei US-Präsident Donald Trump am Wochenende harmonisch verlaufen sei. In China kamen Impulse für den Aktienmarkt unter anderem von steigenden Rohstoffpreisen.

Aber die Anleger hielten sich dennoch zurück. Es fehlten die kursweisenden Impulse, heisst es am Markt. Hinweise auf die US-Geldpolitik erhofften sich die Marktteilnehmer von der halbjährlichen Anhörung von US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem US-Kongress am Dienstag und Mittwoch.

Spannung vor Ergebnispräsentationen von CS und Nestlé

Mit Spannung würden die Ergebnisse der Grossbank Credit Suisse am Dienstag und des Nahrungsmittelriesen Nestlé am Donnerstag abgewartet. Zudem veröffentlichen noch zahlreiche klein- und mittelgrosse Firmen ihre Geschäftszahlen im Lauf der Woche.

Die Aktie der Credit Suisse sind gehalten, der Titel von Rivalin UBS verliert 0,8 Prozent. Die Assekuranztitel sind nahezu unverändert.

Ebenfalls am Dienstag veröffentlicht das Übernahmeziel Actelion den Jahresabschluss. Dabei dürften die Zahlen keine grosse Beachtung mehr finden. Der US-Konsumgüter- und Pharmakonzern Johnson & Johnson will die Biotechfirma für rund 30 Milliarden Dollar übernehmen. Die Aktie steigt um 0,1 Prozent.

Actelion hat zudem den 2015 begonnenen Rückkauf eigener Aktien über eine zweite Handelslinie abgeschlossen. Insgesamt wurden 7,7 Millionen Titel oder 6,8 Prozent des Kapitals zu durchschnittlich 136,52 Franken erworben.

Kaum veränderte Pharmariesen

Bei den als wenig konjunkturanfällig geltenden Pharmariesen notieren die Anteile von Roche und Novartis gut gehalten. Die Nestlé-Aktie sinkt um 0,3 Prozent.

Die Akten zyklischer Firmen legten meist leicht zu. ABB, Adecco und Lafarge-Holcim werden bis zu einem halben Prozent höher bewertet.

Am breiten Markt quittieren die Anleger den Rekordgewinn von Comet mit einem Kursplus von 5,9 Prozent. Die Technologiefirma steigerte den Überschuss auf 27,5 Millionen Franken.

Die Aktie von Implenia gewinnt 0,8 Prozent. Der Baukonzern hat in Norwegen einen Strassen- und Tunnelauftrag mit einem Volumen von umgerechnet rund 38 Millionen Franken gewonnen.

(Reuters)