Aktien SchweizSMI weiterhin deutlich in der Gewinnzone

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittwoch klar fester. Damit erholt sich der Leitindex SMI von den Abgaben am Vortag, steht um die Mittagszeit allerdings wieder etwas unter dem Tageshoch.
15.02.2017 13:05
Nach sehr guten Geschäftszahlen 2016 sind die Partizipationsscheine des Luzerner Lift- und Rolltreppenbauers Schindler stark gesucht.
Nach sehr guten Geschäftszahlen 2016 sind die Partizipationsscheine des Luzerner Lift- und Rolltreppenbauers Schindler stark gesucht.
Bild: ZVG

Die Anzeichen für eine weltweit anziehende Inflation verbessern die Aussicht auf steigende Zinsen auch in Europa und befeuern die Rally bei den Bankaktien. Besonderes Augenmerk gilt den Valoren von Schindler, nachdem der Lift- und Rolltreppenhersteller die Ergebnisse fürs abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert hat.

Marktbeobachter berichten, dass die Stimmung am Markt vorsichtig optimistisch sei. Die Weltwirtschaft finde Tritt, wobei Regionen wie Asien und Südamerika einen Gang höher schalteten. Im Hinblick auf die Fiskalpakete, die US-Präsident Trump präsentieren wird, sei die Vorfreude möglicherweise die schönste Freude, sagte allerdings ein Händler mit leicht skeptischem Unterton.

Der SMI gewinnt bis Mittag 0,5% auf 8467 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, liegt 0,4% höher bei 1349 Zählern und der breite SPI legt 0,4% auf 9270 Punkte zu. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 18 Plus und 12 im Minus.

Schindler-PS nach Bilanzpräsentation gefragt

Die Partizipationsscheine von Schindler (+1,5%) steigen nach dem am Morgen veröffentlichten Zahlenkranz. Ein optimistisch gestimmter Experte streicht den Auftragseingang, die Margenentwicklung und die gute Positionierung für weitere Marktanteilsgewinne heraus. CEO Thomas Oetterli bezeichnete das Wachstum im Servicegeschäft im Rahmen der Medienkonferenz als "exzellent". Zudem treibt am Berichtstag die angekündigte Sonderdividende den Aktienkurs.

Angeführt werden die Bluechips von Sika (+2,3% auf 5470 Franken). Die Titel profitieren von einer markanten Kurszielerhöhung durch HSBC. Der zuständige Analyst traut den Valoren neu 6100 Franken zu (nach 5400). Die am 24. Februar präsentierten Margenziele könnten die Konsenserwartungen übertreffen und der Wachstumskurs dürfte sich fortsetzen, sagt der Experte. Die Einstufung "Buy" bleibt.

In der Gunst der Anleger stehen zudem UBS (+1,6%) und Credit Suisse (+1,5%). CS erhalten im Nachgang zu den Zahlen vom Vortag von verschiedenen Kommentaren Unterstützung. So haben gleich mehrere Analysten das Rating "Buy" bestätigt. Die Nachlese der gestern präsentierten Ergebnisse für 2016 fällt positiv aus. So sei etwa die Kapitalquote von 11,6% positiv zu werten, hiess es. Auch die Bruttomargen hätten sich als vergleichsweise widerstandfähig erwiesen. Die Papiere von Julius Bär (+0,4%) steigen weniger stark.

Pharmaschwergewichte stützen den Markt

Getragen wird der Schweizer Aktienmarkt auch von den Pharmavaloren Novartis (+0,5%) und Roche (+0,4%). Roche hat für sein Diabetes-Geschäft eine Kooperationen mit Medtronic angekündigt. Nur unterdurchschnittlich legen die ebenfalls schwergewichtigen Valoren von Nestlé (+0,2%) zu.

Abgesehen von Swiss Life (+0,8%) haben Versicherungstitel die frühen Gewinne preisgegeben. Zurich Insurance stehen im Zuge der Bestätigung der Empfehlung "Underperform" durch Bernstein praktisch unverändert. Die Outperformance der Aktien im Vorjahr sei angesichts der "eher schwachen Jahresergebnisse" des Versicherers und der Guidance für 2017 übertrieben gewesen, schreibt der zuständige Analyst.

Aryzta (-2,5%) bilden das Schlusslicht unter den Bluechips, was allerdings eine Reaktion auf den gestrigen Kursprung im zweistelligen Prozentbereich sein dürfte. Am Vortag gab der Backwarenkonzern bekannt, dass die unglücklich agierende Geschäftsleitung im Juni ausgetauscht werden soll.

Temenos trotz guter Jahreszahlen im Verkauf

Im breiten Markt fallen Temenos (-5,4%) markant zurück. Nach den präsentierten Jahreszahlen 2016 sowie der Bekanntgabe einer Akquisition sind die Analystenkommentare gemischt ausgefallen.

Valiant (+1,3%) notieren fester nachdem die Bank die Reingewinnschätzungen der Analysten erfüllt hat und der CEO bei den Ausleihungen im laufenden Jahr um 2% wachsen möchte. Lastminute zeigen sich nach Zahlen unverändert.

(AWP)