Aktien Schweiz - Zyklische Aktien drücken den SMI ins Minus

Die Schweizer Börse startet mit Verlusten in die neue Handelswoche. Vor allem Anteile von konjunkturempfindlichen Unternehmen stehen auf den Verkaufszetteln.
10.04.2017 10:35
Die Aktien von Unternehmen, die von der Konjunkturentwicklung abhängi sind, sind an der Schweizer Börse am Montag im Verkauf.
Die Aktien von Unternehmen, die von der Konjunkturentwicklung abhängi sind, sind an der Schweizer Börse am Montag im Verkauf.
Bild: Bloomberg

Händler erklären, die Anleger interpretierten die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag als Warnung, dass die weltweit grösste Volkswirtschaft an Schwung verlieren könnte.

Der Standardwerteindex SMI sinkt bis 10.30 Uhr um 0,4 Prozent auf 8602 Punkte. Am Freitag wie auch in der gesamten Vorwoche hatte der Leitindex keine grossen Sprünge gemacht. Der verschärfte Syrien-Konflikt dämpfe den Risikoappetit der Anleger zusätzlich, sagen Händler.

Die Gefahr einer vorübergehenden Korrektur habe zugenommen, erklären die Anlagestrategen der Zürcher Kantonalbank. "Die Warnsignale sind neben der bemerkenswert tiefen Volatilität auch die Tatsache, dass die Aktienmärkte insbesondere in den USA bereits sehr viel Positives vorwegnehmen", heisst es. Trotzdem rechnen die Experten kurzfristig nicht mit kräftigen Einbussen.

Zykliker unter Druck

Bei den grosskapitalisierten Schweizer Werten sind die Aktien des Personalvermittlers Adecco mit einem Minus von 0,4 Prozent der grösste Verlierer. Ebenfalls tiefer notieren ABB und die baunahen Titel Geberit und Lafarge-Holcim. Alle diese Unternehmen sind von der Konjunkturentwicklung abhängig.

Auf der Gewinnerseite sind vor allem Finanztitel zu finden. Die Aktien der Credit Suisse legen 1,7 Prozent zu und die der UBS ziehen 1,0 Prozent an. Auch die Versicherer Swiss Life und Swiss Re stehen in der Gunst der Investoren.

Bei den Nebenwerten klettern Lifewatch um 8,2 Prozent auf 13 Franken. Der US-Rivale BioTelemetry will die Firma für insgesamt 260 Millionen Franken übernehmen. Bio-Telemetry offeriert den Aktionären in bar plus eigenen Aktien 14 Franken je Aktie. Den Kürzeren ziehen dürfte damit die Beteiligungsgesellschaft Aevis Victora, die Lifewatch für 190 Millionen Franken schlucken will. Die Aevis-Aktien sinken um 1,0 Prozent.

(Reuters)