Aktien USA - US-Börsen stagnieren nach Fed-Protokoll

Die US-Börsen haben nach der Rekordjagd der vergangenen Tage am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Die wichtigsten Indizes beendeten den Handel uneinheitlich.
22.02.2017 22:35
Keine klaren Signale von der Federal Reserve: verunsicherter Händler an der Wall Street.
Keine klaren Signale von der Federal Reserve: verunsicherter Händler an der Wall Street.

Auch die Veröffentlichung der Mitschriften der jüngsten Fed-Zinssitzung sorgte kaum für Impulse. In den Protokollen hiess es, eine geldpolitische Straffung könne nach Ansicht vieler Währungshüter "recht bald angebracht" sein. Ein Schritt nach oben im März sei eine Option, die auf dem Tisch liege, betonte zudem Direktoriumsmitglied Jerome Powell vor Journalisten in New York.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 0,2 Prozent höher auf 20'775 Punkten und markierte ein neues Rekordhoch. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 2362 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,1 Prozent auf 5860 Punkte.

Bewegung in der Chemier-Branche

Bei den Einzelwerten standen die Papiere von Dow Chemical und Dupont im Fokus. Die EU-Kommission will Insidern zufolge der 130 Milliarden Dollar schweren Fusion der beiden US-Chemiegiganten grünes Licht erteilen. Die EU-Wettbewerbshüter akzeptierten die geringfügigen Zugeständnisse der beiden Konzerne, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen. Die Aktien von Dow Chemical legten 4 Prozent zu. Die Dupont-Papiere gewannen 3,4 Prozent. Garmin-Titel legten mehr als 7 Prozent zu. Der amerikanische Navi-Hersteller übertraf das fünfte Quartal in Folge die Gewinn- und Umsatzerwartungen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1279 Werte legten zu, 1615 gaben nach und 199 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 1133 im Plus, 1707 im Minus und 223 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 05-32 auf 98-17/32. Sie rentierten mit 2.417 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 2/32 auf 99.11/32 und hatten eine Rendite von 3.035 Prozent.

(Reuters)