Aktien USA - US-Börsen verharren in Wartestellung

Wenige Tage vor dem chinesisch-amerikanischen Gipfeltreffen haben sich die US-Börsen am Dienstag kaum bewegt.
04.04.2017 22:30
Keine Risiken eingehen: ein Trader an der Börse in New York am Dienstag.
Keine Risiken eingehen: ein Trader an der Börse in New York am Dienstag.
Bild: Bloomberg

An der Wall Street dominierte die Vorsicht angesichts der ungewissen Aussichten für die wirtschaftspolitischen Pläne von Präsident Donald Trump. Vor Trumps Zusammenkunft mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Donnerstag und Freitag dürften die Anleger kaum grössere Risiken eingehen, erläuterte Volkswirt Peter Cardillo vom Investmenthaus First Standard Financial.

Mit Spannung warten Börsianer insbesondere darauf, welche Signale von den beiden Präsidenten in der umstrittenen Handelspolitik kommen werden. "Trump hat in der vergangenen Woche schon angekündigt, dass das Treffen schwierig werden wird", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Der US-Präsident wirft China vor, die eigene Währung künstlich niedrig zu halten, um die heimische Exportwirtschaft zu stärken. "Ob sich Trump beim Treffen diplomatischer zeigen wird, ist ungewiss", sagte Cutkovic.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Plus bei 20'689 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 2360 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 5898 Punkte.

Telekom-Aktie geht nach Übernahme durch die Decke

Bei den Einzelwerten stiegen General Communications um 62 Prozent auf 33,39 Dollar. Der US-Medienmogul John Malone übernimmt den Telekom-Anbieter aus Alaska für 32,50 Dollar je Aktie oder insgesamt 1,12 Milliarden Dollar und bezahlt in Papieren seines Konglomerats Liberty. Diese gewannen gut 13 Prozent. Zu Malones Imperium gehört neben der Formel 1 auch der deutsche Kabelnetz-Betreiber Unitymedia.

In der Hoffnung auf ein baldiges Übernahmeangebot stiegen Anleger bei Staples ein. Die Aktien des Büroartikel-Händlers kletterten knapp 10 Prozent in die Höhe. Einem Insider zufolge denkt das Unternehmen darüber nach, sich selbst zum Verkauf zu stellen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 1450 Werte legten zu, 1445 gaben nach und 186 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,77 Milliarden Aktien 1172 im Plus, 1655 im Minus und 228 unverändert.

Die US-Kreditmärkte sind ebenfalls kaum vom Fleck gekommen. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 2/32 auf 99-2/32. Die Rendite stieg auf 2,3569 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 8/32 auf 100-2/32 und rentierte mit 2,9967 Prozent.

(Reuters)