Aktien USA - Zweifel an Trumps Steuerplänen drücken US-Börsen

Eine mögliche Verzögerung der Steuersenkungspläne von US-Präsident Donald Trump hat die Wall Street am Dienstag belastet. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, dass sich der Zeitplan verschieben könnte.
18.04.2017 22:25
Einmal mehr belasten die wagen Steuerreformpläne von Präsident Donald Trump die US-Börsen.
Einmal mehr belasten die wagen Steuerreformpläne von Präsident Donald Trump die US-Börsen.

Das liess bei Investoren die Zweifel wachsen, ob Trump seine gross angekündigten Vorhaben tatsächlich umsetzen kann. Aber auch einige schlechter als erwartet ausgefallene Quartalsbilanzen trübten die Laune der Investoren. "Die Märkte schauen vorwiegend auf die Gewinnentwicklung", sagte Portfolio-Manager Paul Nolte vom Broker Kingsview Asset Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 20'523 Punkten. Im Verlauf war er allerdings zeitweise bis auf 20'462 Stellen abgesackt. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,3 Prozent auf 2342 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 5849 Punkte.

Zu den Verlierern gehörten die Papiere der Investmentbank Goldman Sachs, die 4,7 Prozent nachgaben. Der Überschuss kletterte im ersten Quartal zwar um 80 Prozent auf 2,16 Milliarden Dollar, doch wurden die Analystenerwartungen damit verfehlt. Konkurrentin Bank of America überraschte dagegen mit einem Plus von 44 Prozent auf 4,35 Milliarden Dollar positiv. Dem Sog der fallenden Wall Street konnten sich die Papiere aber nicht entziehen und verloren 0,4 Prozent.

Johnson & Johnson nach Quartalsergebniss im Verkauf

Ein verhaltenes Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln bremste den Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson im ersten Quartal. Der Aktienkurs gab um 3,1 Prozent nach.

Der US-Videodienst Netflix gewann im ersten Quartal weniger neue Abonnenten hinzu als erwartet. Börsianer zeigten sich enttäuscht. Der Netflix-Aktienkurs gab um 2,6 Prozent nach.

Die Anteilsscheine von Harley Davidson fielen um mehr als 4 Prozent. Der US-Motorradbauer startete mit weniger Gewinn und Umsatz ins neue Jahr. Das Unternehmen gewährte Händlern einen seltenen Rabatt, um den Verkauf von Modellen aus dem Jahr 2016 anzukurbeln.

Gefragte Staatsobligationen

An der New York Stock Exchange wechselten rund 760 Millionen Aktien den Besitzer. 1372 Werte legten zu, 1521 gaben nach und 183 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 1233 im Plus, 1571 im Minus und 241 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren angesichts der weltweiten geopolitischen Spannungen als sicherer Hafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 20/32 auf 100-19/32. Die Rendite sank auf 2,182 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-11/32 auf 103-3/32 und rentierte mit 2,846 Prozent. (Büro New York, geschrieben von Birgit Mittwollen, redigiert von Ralf Bode; bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1232 oder 030-2888 5168)

(Reuters)