Aktien von Top-Firmen mit Nachholbedarf

Eine US-Bank hat eine Liste der 50 grössten Unternehmen der Welt zusammengestellt - und sagt, welche dieser Aktien zurückgeblieben sind. Darunter sind auch Schweizer Firmen.
21.10.2013 08:53
Von Lorenz Burkhalter
Die Citigroup macht hierzulande neben Novartis und Roche auch bei Nestlé kursseitiges Nachholpotenzial aus. Die Aktionäre sollte es freuen.
Die Citigroup macht hierzulande neben Novartis und Roche auch bei Nestlé kursseitiges Nachholpotenzial aus. Die Aktionäre sollte es freuen.
Bild: Bloomberg

In einer Strategiestudie bricht die Citigroup zu Wochenbeginn eine Lanze für die Aktien von einigen der 50 grössten Unternehmen der Welt. Dabei setzen die Amerikaner vor allem auf Firmen, welche mittels Bereichsverkäufen, Aufspaltungen, Aktienrückkäufen oder Dividendenerhöhungen Aktionärswerte schaffen könnten.

Zu dieser Gruppe von Unternehmen zählen die Strategen der Citigroup mit Nestlé, Roche und Novartis auch drei prominente Schweizer Firmen.

Gemäss Erhebungen der Citigroup konnten die weltweit 50 grössten Unternehmen seit Anfang 2003 nur 31 Prozent an Börsenwert zulegen. Und obschon diese Firmen über eine starke Marktstellung, robuste Bilanzen und ein respektables Gewinnwachstum verfügen würden, seien sie in dieser Zeit hinter dem um 129 Prozent höheren Weltaktienindex zurückgeblieben.

Allerdings warnen die Amerikaner davor, den mittlerweile bei 20 Prozent liegenden Bewertungsabschlag gegenüber dem Weltaktienindex als blindes Kaufargument auszulegen. Bei vielen dieser Grossunternehmen benötige es einen Einbruch am Aktienmarkt oder einem mit Ende der Neunzigerjahre vergleichbaren Kapitalzufluss in die Aktien, um die jeweiligen Aktien aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken.

Das grösste Aufholpotenzial machen die Strategen der Citigroup bei Unternehmen aus, welche sich einer Gesundschrumpfung verschrieben haben. Den Amerikanern zufolge trifft das vor allem auf Firmen mit einer soliden Bilanz oder geplanten Bereichsverkäufen zu. In beiden Fällen sei mit einer Kapitalrückführung über Dividenden oder Aktienrückkäufe an die Aktionäre zu rechnen.

Als Beispiele für die Schaffung von Aktionärswerten und eine anschliessende Neubeurteilung durch den Markt führt die Citigroup neben IBM auch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone an. Bleiben solche Firmen untätig, laufen sie den Amerikanern zufolge Gefahr, zum Ziel von kurzfristig orientierten Finanzinvestoren zu werden.