Alcon-Entscheid Ende Jahr - Novartis will ab 2018 wieder wachsen

Novartis rechnet damit, ab 2018 auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Über die Zukunft von Alcon soll Ende Jahr entschieden werden. Das gab der Pharmakonzern an einer Investoren-Veranstaltung bekannt.
31.05.2017 07:38
Die Augenheilsparte Alcon bereitete Novartis in der Vergangenheit Kopfschmerzen.
Die Augenheilsparte Alcon bereitete Novartis in der Vergangenheit Kopfschmerzen.
Bild: Bloomberg

Wie Novartis im Rahmen einer Investoren-Veranstaltung in Boston angekündigt, werde man sich auf Innovation und Produktivität fokussieren, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Zudem biete die Pipeline vor allem bei den weiter fortgeschrittenen Kandidaten bis zu 12 potenzielle Blockbuster. Für die Zeit 2017 bis 2020 stellt der Pharmakonzern in der Mitteilung bis zu 40 Zulassungsanaträge in der EU und den USA in Aussicht.

Die nächste Wachstumsphase werde dann nicht zuletzt durch die bereits lancierten Mittel Cosentyx und Entresto getragen, ebenso wie durch das erst kürzlich zugelassene Krebsmittel Kisqali. Aber auch die führende Position des Konzerns im Bereich der Generika sowie die Augenheilkunde würden dieses Wachstum mittragen, wird CEO Joseph Jimenez in der Mitteilung zitiert.

Weitere Schritte, um diese Ziele zu erreichen, sei auch der Umbau in einen noch zentralisierteren Konzern etwa in der Produktion, der Entwicklung und auch den Dienstleistungen.

Mit Alcon auf Kurs

Zudem sieht sich Novartis mit der strategischen Überprüfung des Augenheilgeschäfts Alcon auf Kurs. Gegen Ende des Jahres will das Basler Unternehmen Ergebnisse vorlegen. 

Früheren Angaben zufolge sind die Optionen für das einst für mehr als 50 Milliarden Dollar von Nestle gekaufte Geschäft, das die hohen Erwartungen nie erfüllen konnte und inzwischen ein Sanierungsfall ist, ein Börsengang, ein Verkauf an Dritte oder ein Verbleib im Konzern. Novartis bestätigte auch die Strategie für die Verwendung der überschüssigen Mittel. Priorität habe dabei das organische Wachstum gefolgt von jährlichen Dividendenerhöhungen und kleineren Zukäufen.

(AWP/Reuters)