Alcon etwas besserNovartis erfüllt Erwartungen, bestätigt Ausblick

Der Pharmakonzern Novartis hat mit seiner Umsatzentwicklung im zweiten Quartal 2017 wie erwartet abgeschnitten.
18.07.2017 07:39
Der Hauptsitz von Novartis in Basel.
Der Hauptsitz von Novartis in Basel.
Bild: Bloomberg

Der Konzern selbst hatte Investoren bereits darauf vorbereitet, dass sich die Geschäfte erst in der zweiten Jahreshälfte wieder merklich verbessern sollen. Entsprechend hat Novartis seinen konzernweiten Ausblick für das Gesamtjahr in der Medienmitteilung vom Dienstag bestätigt. Der Nettoumsatz beläuft sich in der Berichtswährung US-Dollar auf 12,24 Mrd USD, ein Minus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein unveränderter Umsatz.

Beim operativen Ergebnis weist Novartis 2,28 Mrd USD und damit 9 Prozent (13 Prozent kWk) mehr als im zweiten Quartal 2016. Der Reingewinn des fortgeführten Geschäftes nahm vor allem dank Veräusserungsgewinnen und geringeren Abschreibungen um 10 Prozent (14 Prozent kWk) auf 1,98 Mrd zu.

Das operative Kern-Ergebnis hat sich im Berichtszeitraum auf 3,24 Mrd (-3 Prozent; 0 Prozent kWk) verringert und beim Kern-Reingewinn stehen 2,87 Mrd (-2 Prozent; +1 Prozent kWk) zu Buche. Die "Kern"-Zahlen sind bereinigt um Akquisitions- und weitere bedeutende Sondereffekte.

Stärke der Pipeline

Mit den vorgelegten Zahlen hat Novartis die durchschnittlichen Schätzungen der von AWP befragten Analysten zum Teil leicht übertroffen und zum Teil knapp verfehlt. Diese hatten im Schnitt einen Umsatz in Höhe von gut 12,2 Mrd USD erwartet. Beim Kern-EBIT lagen sie bei gut 3,1 Mrd.

"Novartis erzielte im zweiten Quartal sehr starke Fortschritte im Bereich Innovation, wie etwa die positiven, zulassungsrelevanten Daten zu RTH258, ACZ885 und CTL019 JULIET", wird CEO Joseph Jimenez in der Mitteilung zitiert. Diese Ergebnisse untermauerten die Stärke der Pipeline. "Wir sind auf dem besten Weg, unsere Prognosen für das Gesamtjahr zu erfüllen." Zudem würden die aktuellen Wachstumstreiber seine Zuversicht bekräftigten, dass die nächste Wachstumsphase des Konzerns voraussichtlich ab 2018 einsetzen werde.

Beim Ausblick bestätigt der Konzern frühere Aussagen. Auf Gruppenebene wird zu konstanten Wechselkursen weiter ein Nettoumsatz weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Das operative Kernergebnis dürfte weitgehend auf Vorjahresniveau liegen oder um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz (kWk) zurückgehen.

Alcon-Ausblick höher

Auf Spartenebene hat Novartis den Ausblick für die Augensparte Alcon leicht erhöht. Während es bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal hiess, bei Alcon werde der Umsatz 2017 weiterhin auf Vorjahresniveau oder aber im niedrigen einstelligen Prozentbereich höher erwartet, geht man nun von einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus.

Darüber hinaus hält Novartis am Plan fest, bis Jahresende eine strategische Lösung für die Augensparte Alcon gefunden zu haben, welche für die Aktionäre einen Mehrwert schafft.

Die Auswirkungen der Wechselkurse schätzt Novartis besser als zuvor ein. Demnach rechnet der Konzern mit einem negativen Währungseffekt von 1 Prozent (zuvor: 2 Prozent) auf den Umsatz beziehungsweise von -2 Prozent (alt:-3 Prozent) auf das operative Kernergebnis des Gesamtjahres. Die Novartis-Aktie hat seit Jahresbeginn um 7,8 Prozent zugelegt. Der SMI hat im selben Zeitraum den Kurs um knapp 10 Prozent gesteigert.

(AWP/cash)