Allianz hat noch Milliarden für Übernahmen in Hinterhand

Europas grösster Versicherer Allianz hat ihrem Finanzchef zufolge 2,5 bis 3 Milliarden Euro für potenzielle Übernahmen in diesem Jahr zur Seite gelegt.
17.07.2016 16:01
Wo schlägt die Allianz demnächst zu?
Wo schlägt die Allianz demnächst zu?
Bild: ZVG

Die Allianz wolle vor allem in Spanien und Frankreich seine Marktstellung ausweiten, sagte Dieter Wemmer in einem Interview der "Börsen-Zeitung". Es seien aber derzeit keine naheliegenden Kaufobjekte auf dem Markt. Sollte der Münchner Dax-Konzern keine geeigneten Ziele finden, werde das Geld in Aktienrückkäufe gesteckt.

Wemmer ergänzte, das Votum in Grossbritannien für einen EU-Austritt könne die dortigen Allianz-Aktivitäten treffen. Es werde Folgen haben, wenn sich das Wirtschaftswachstum auf der Insel verlangsame. Manche Experten rechnen für nächstes Jahr mit einer Rezession in Grossbritannien. Die Dividende der dortigen Allianz-Tochter an die deutsche Mutter habe sich durch den Pfund-Verfall bereits verringert.

(Reuters)