Alpiq verkauft sein Swissgrid-Paket

Der umstrittene Verkauf der Swissgrid-Beteiligung von Alpiq an BKW kommt nun doch zustande. Das Paket hat einen Wert von 300 Millionen Franken.
06.10.2016 08:17
Alpiq muss seine Verschuldung reduzieren.
Alpiq muss seine Verschuldung reduzieren.
Bild: ZVG

Am Mittwoch seien die Verträge für den Verkauf eines Aktienanteils von 30,3% im Wert von rund 300 Mio CHF unterzeichnet worden, geht aus Mitteilungen beider Unternehmen vom Donnerstag hervor.

Mit diesen und mit in der Vergangenheit getätigten Veräusserungen konnte der Verkauf der gesamten Beteiligung an Swissgrid in Form von Aktien und Darlehen abgeschlossen werden; Alpiq erzielte insgesamt 557 Mio CHF. Ein verbleibender Betrag in der Höhe von 146 Mio CHF werde für die weitere Reduktion der Nettoverschuldung verwendet, heisst es von Alpiq.

Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrats von Swissgrid sowie der Einstellung der laufenden Verfahren. Alpiq erwartet den Abschluss der Transaktion im vierten Quartal 2016.

BKW wird wiederum ungefähr 4,4% der Swissgrid-Beteiligung an SIRESO übertragen. Dank der Transaktion halte BKW eine Beteiligung von knapp 37% an der Swissgrid, und SIRESO vertrete die Interessen der Westschweizer Kantone, indem sie diesen langfristige Perspektiven eröffne, heisst es von BKW.

Im Mai 2015 hatte Alpiq die Veräusserung ihres 50,1-%-Anteils an der Alpiq Grid Beteiligungs AG für 146 Mio CHF an SIRESO angekündigt, einem Konsortium unter Federführung der Westschweizer Kantone. Dies löste statutarische und vertragliche Vorkaufsrechte aus, von welchem BKW Gebrauch machte, und der Vollzug wurde durch verschiedene Verfahren blockiert. Es sei nun zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen.

(AWP)