Angekündigter VerlustHBM tief in den roten Zahlen

Die Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare Investments hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 wie angekündigt einen grossen Verlust geschrieben.
31.01.2017 08:17
HBM investiert im Sektor Gesundheit.
HBM investiert im Sektor Gesundheit.
Bild: pixabay.com

Dieser betrug 20,4 Mio CHF nach einem Gewinn von 101 Mio in der Vorjahresperiode, teilt die an der SIX kotierte Gesellschaft am Dienstag mit. Allein im dritten Quartal musste HBM einen Verlust in der Höhe von 44,8 Mio (VJ +208 Mio) hinnehmen. Das dritte Quartal lief bis Ende Dezember.

HBM hatte bereits zu Beginn des neuen Jahres gemeldet, dass die Gesellschaft einen Fehlbetrag in der Grössenordnung von 20 Mio CHF erwartet. Nach sechs Monaten hatte 2016/17 noch ein Gewinn von 24,4 Mio resultiert. Das Geschäft von HBM Healthcare Investments werde weiterhin von einem volatilen Umfeld beeinflusst und das Ergebnis sei von grossen Wertschwankungen bei den börsenkotierten Beteiligungen geprägt, heisst es weiter.

Diese Wertschwankungen belasteten auch den Inneren Wert der HBM-Aktie (NAV). Dieser reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2016/2017 um 0,9% auf 133,43 CHF, und im dritten Quartal allein ergab sich ein Rückgang um 4,3%. Der Aktienkurs stieg derweil nach neun Monaten um 5,1% und im dritten Quartal um 1,3% auf 99 CHF per Ende Dezember.

Den Start ins neue Kalenderjahr 2017 bezeichnet HBM als "freundlich". Dies habe sich auch positiv auf den NAV von HBM ausgewirkt. Weitere positive Impulse erwartet die Gesellschaft aus den von ObsEva und AnaptysBio angekündigten Börsengängen. Ausserdem stünden bei verschiedenen grossen Beteiligungen im Portfolio (Vectura, Advanced Accelerator Applications, Incyte und Neurocrine) im Jahr 2017 wichtige Zulassungsentscheide an. Und Unternehmen wie Pacira, Genmab, Paratek und Nabriva dürften wertrelevante Phase-III-Ergebnisse publizieren.

Allerdings rechnet HBM auch im neuen Jahr mit Schwankungen an den Aktienmärkten. Dafür verantwortlich seien etwa die Unsicherheiten rund um die Diskussion über Medikamentenpreise und die Gesundheitsreform in den USA. Gleichzeitig sei aber auch von unverändert regen Übernahmeaktivitäten im Gesundheitssektor auszugehen, wovon HBM profitieren könne.

(AWP)