Anlagebauer - Schlatter schafft Rückkehr in die Gewinnzone

Der Anlagenbauer Schlatter hat im Geschäftsjahr 2016 wieder den Sprung in die Gewinnzone geschafft, wenn auch knapp. Auf eine Dividende soll weiterhin verzichtet werden.
21.03.2017 07:02
Schienen-Schweissmaschinen von Schlatter Industries im Einsatz.
Schienen-Schweissmaschinen von Schlatter Industries im Einsatz.
Bild: iNg

So ergab sich ein Gewinn auf Stufe Reinergebnis von 0,5 Mio CHF, nach einem Verlust von 6,9 Mio im Vorjahr. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT verbesserte sich gleichzeitig auf +1,1 Mio (VJ -5,9), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt.

Der EBIT des Vorjahres war mit einmaligen Verlusten und Sonderkosten aufgrund der Währungsverwerfungen, des Aktienprogramms für Mitarbeiter sowie der Restrukturierungsrückstellungen für das Werk Deutschland in Höhe von insgesamt 3,2 Mio CHF belastet.

Die im Vorjahr umgesetzten Massnahmen zur Abfederung des starken Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und weiteren Währungen hätten im Geschäftsjahr 2016 die erwartete Wirkung gezeigt, so Schlatter zum Geschäftsjahr. Die Entwicklungsanstrengungen der vergangenen Jahre in allen Produktbereichen hätten sich zudem positiv auf den Markterfolg ausgewirkt, und mit den lancierten neuen Produkten seien Marktanteile gewonnen worden.

Bereits im Januar hatte das Unternehmen den Umsatz bekanntgegeben. Dieser legte um 8,8% auf 90,5 Mio CHF zu und der Auftragseingang von tiefem Niveau aus um 48% auf 107,7 Mio. Der Auftragsbestand per Ende 2016 lag bei 49,0 Mio CHF, dies nach 57,6 Mio zum Halbjahr 2016 und 31,9 Mio per Ende des Vorjahres.

Auf eine Dividendenausschüttung soll wie in den Jahren davor verzichtet werden.

Für 2017 werde keine grundlegende Veränderung des Marktumfelds erwartet, und die Marktpositionierung sowie die Lancierung neuer Produkte stimmten zuversichtlich, heisst es zum Ausblick. Der markant gestiegene Bestellungseingang sichere die Auslastung an beiden Standorten Schlieren und Münster über die Jahresmitte hinaus. Nach dem überdurchschnittlich starken Bestellungseingang im Jahr 2016 dürfte sich dieser 2017 aber wieder "normalisieren". Mit Blick auf den Gewinn strebt das Unternehmen einen Wert an, der über dem Vorjahr liegt.

(AWP)