Anleger in Asien nach Brexit-Schock wieder zuversichtlicher

Nach dem Brexit-Schock ist am Mittwoch allmählich wieder die Zuversicht an die asiatischen Börsen zurückgekehrt.
29.06.2016 09:11

Investoren vertrauten zunehmend darauf, dass Zentralbanken mit neuen Fördermitteln bereitstehen, um die Konjunktur zu stützen. Die Stimmung hellten zugleich gute Vorgaben von der Wall Street auf. Hier hatten sich Schnäppchenjäger vor allem mit Banktiteln eingedeckt, die an den vergangenen beiden Handelstagen massiv verloren hatten. Börsianer gehen aber davon aus, dass es sich lediglich um ein Strohfeuer handelt.

In Tokio kletterte der Nikkei-Index 1,6 Prozent auf 15.566 Punkte. Damit machte er rund die Hälfte der Verluste nach dem Brexit-Schock wieder wett. Wie in New York waren Bank-Titel gefragt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte ein Prozent höher und glich damit etwa ein Drittel der Verluste vom Freitag aus.

Auch in China ging es weiter bergauf. In Shanghai notierte der Index 0,3 Prozent höher. In staatlichen Wirtschaftszeitungen wurde zur Beruhigung der Investoren prominent darüber berichtet, dass es keine Panikverkäufe der Landeswährung Yuan gegeben habe. Gleichwohl rechnen die Analysten von ANZ damit, dass die Ausfuhren der Chinesen durch das Nein der Briten zur EU in nächster Zeit in Mitleidenschaft gezogen werden.

Der Euro gab im fernöstlichen Devisenhandel leicht nach. Ein Euro wurde mit 1,1061 Dollar bewertet. Das britische Pfund notierte wenig verändert bei 1,3324 Dollar.

(Reuters)