Anleger in Asien nehmen Gewinne mit

Gewinnmitnahmen haben am Dienstag die Börsen in Asien überwiegend belastet. Der japanische Nikkei profitierte hingegen von einem erneut schwächeren Yen.
19.07.2016 09:07
Die Aktie des Pokémon-Entwicklers Nintendo steigt um weiter 15 Prozent.
Die Aktie des Pokémon-Entwicklers Nintendo steigt um weiter 15 Prozent.
Bild: Pixabay

"Es ist schwer, weiter dauerhaft optimistisch zu sein, wenn die Kurse auf einem so hohen Niveau sind", sagte Ayako Sera, Volkswirtin bei der Sumitomo Mitsui Trust Bank in Tokio. "Da sind Gewinnmitnahmen ganz natürlich."

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gab rund 0,4 Prozent nach. In China verlor der CSI300 rund 0,9 Prozent auf 3231 Zähler, in Shanghai ging es 0,8 Prozent bergab. In Japan stiegen die Kurse hingegen, weil der Yen weiter an Boden verlor. Der Leitindex Nikkei legte 1,4 Prozent zu auf 16.723 Punkte. Die Papiere von Nintendo setzten ihren Höhenflug fort und stiegen um weitere 15 Prozent. Hintergrund für den Kursanstieg ist der Erfolg des neuen Handy-Spiels "Pokémon Go".

Für massive Verkäufe sorgten dagegen die Übernahmepläne des Mobilfunk-Konzerns Softbank, der den britischen Chipentwickler ARM für 32 Milliarden Dollar kaufen will. Softbank-Papiere verloren 10,3 Prozent ein.

An den Devisenmärkten stieg der Dollar zur japanischen Währung auf 105,90 Yen von 105,47 Yen am Montagabend in New York. Der Euro lag mit 1,1071 Dollar nahezu unverändert. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9829 Franken je Dollar und 1,0883 Franken je Euro gehandelt.

(Reuters)