Apple-Aktie gibt nach mageren Quartalszahlen nach

Apple hat das dritte Quartal in Folge weniger iPhones verkauft und einen Umsatzrückgang verzeichnet.
26.10.2016 06:43
Auch im letzten Quartal hing der Apfel von Apple weniger hoch als im Vorjahr.
Auch im letzten Quartal hing der Apfel von Apple weniger hoch als im Vorjahr.
Bild: Bloomberg

Die Erlöse fielen im Schlussquartal um neun Prozent auf 46,85 Milliarden Dollar, wie der US-Technologiekonzern am Dienstagabend mitteilte. Im Hoffnungsmarkt China brachen die Umsätze sogar um fast ein Drittel ein. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatten sich dort die Erlöse noch verdoppelt. Dennoch rechnet der Konzern für das laufende Weihnachtsquartal angesichts starker Nachfrage nach den neuesten iPhone-Modellen mit einer deutlichen Steigerung. Die Aktie gab nachbörslich nach.

Im abgelaufenen Quartal verkaufte Apple 45,51 Millionen Smartphones nach 48,05 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl übertraf die Erwartungen der Analysten von 44,8 Millionen Geräten. Apple ist seit Jahren stark abhängig vom iPhone. Es steht für etwa zwei Drittel der gesamten Erlöse. "Im Wesentlichen ist, in China und anderswo, der Abstand zwischen Apple und seinen Konkurrenten bei weitem nicht sehr so groß wie früher, obwohl Apple-Produkte weiterhin positiv bewertet werden", sagte der Chef der Einzelhandels-Research-Firma Conlumino, Neil Saunders.

Der Nettogewinn des Unternehmens aus dem Silicon Valley stürzte auf 9,01 Milliarden Dollar von 11,12 Milliarden Dollar im Vorjahr ab. Der Berichtszeitraum endete am 24. September. Apples wichtigstes Produkt, das iPhone 7, kam erst zwei Wochen vor Ende des Quartals auf den Markt.

Mit seiner Umsatzprognose sorgte der Konzern für eine positive Überraschung. Apple geht für das erste Quartal, das das wichtige Weihnachtsgeschäft umfasst, von Erlösen von 76 bis 78 Milliarden Dollar aus. Experten hatten nur 75,08 Milliarden erwartet. Apple-Finanzchef Luca Maestri sagte, die hohe Nachfrage nach den neuesten iPhones stimme Apple für das erste Quartal optimistisch. Analysten gehen davon aus, dass Apple im laufenden Vierteljahr 75,8 Millionen iPhones verkaufen wird.

Maestri fügte hinzu, es sei nicht abzuschätzen, ob der Konzern vom Desaster beim Konkurrenten Samsung profitieren werde. Die Südkoreaner hatten nach Bränden beim Galaxy Note 7 das Gerät aus dem Verkehr gezogen und den Verkauf dauerhaft gestoppt. Das Smartphone war erst im August eingeführt worden und sollte Apples iPhone Konkurrenz machen.

Beim Ausblick auf die Gewinnmargen blieb das Unternehmen zurückhaltend. Es rechnet mit 38 bis 38,5 Prozent, Analysten hatten fast 39 Prozent erwartet. Apple-Aktien gaben in der Folge im nachbörslichen US-Handel nach - sie verloren 2,8 Prozent. 

(Reuters)