April-Zahlen - Inflation in Eurozone steigt auf 1,7 Prozent

Die Inflation im Euroraum ist im April spürbar angestiegen.
17.05.2019 11:15
Die stärkste Teuerung in der Eurozone ist im April in den Niederlanden mit 3 Prozent verzeichnet worden.
Die stärkste Teuerung in der Eurozone ist im April in den Niederlanden mit 3 Prozent verzeichnet worden.
Bild: cash

Die Konsumentenpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. Vorläufige Daten wurden damit wie von Experten erwartet bestätigt. Im März hatte die Inflationsrate noch 1,4 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,7 Prozent.

Besonders deutlich verteuerte sich im April Energie. Sie war 5,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Auch Dienstleistungen waren überdurchschnittlich teurer. Dagegen erhöhten sich die Preise von industriell gefertigten Gütern kaum. Ohne Energie und Lebensmittel ergibt sich eine Kerninflationsrate von 1,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr, als in der Erstschätzung ermittelt worden war.

Die höchsten Inflationsraten im Euroraum weisen Lettland, Estland und die Niederlande mit 3 Prozent oder etwas darüber hinaus auf. Die niedrigste Teuerung gab es in Portugal, Griechenland und Italien mit knapp oder rund 1 Prozent. Deutschland liegt mit 2,1 Prozent im Mittelfeld. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Rate von knapp 2 Prozent an, sie ist ihrem Ziel also recht nah.

(AWP)