Arbeitsmarktbarometer: Pessimismus in vielen Regionen

Das Manpower-Arbeitsmarktbarometer zeichnet ein pessimistischeres Bild für den Schweizer Arbeitsmarkt.
13.12.2016 07:41
Der bisher moderate Optimismus am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich etwas getrübt.

Die saisonbereinigte Netto-Arbeitsmarktprognose für das erste Quartal 2017 liegt bei -2%, ein Rückgang um 3 Prozentpunkte im Quartals- und Jahresvergleich, wie der Temporärstellen-Vermittler am Dienstag mitteilt.

Die Umfrageergebnisse sind regional und branchenspezifisch sehr unterschiedlich. Zürcher Arbeitgeber sind deutlich optimistischer und prognostizieren im fünften Quartal in Folge eine positive Entwicklung. Die Region Espace Mittelland und die Zentralschweiz sehen dagegen pessimistischer in die Zukunft. Auch hinsichtlich Unternehmensgrösse zeigen sich gemäss Manpower Unterschiede. Kleinunternehmen sehen sich besonderem Druck ausgesetzt. Hingegen sehen Grossunternehmen auch weiterhin mit grösstem Optimismus nach vorne, heisst es weiter.

Gastgewerbe hofft auf Wintersaison

Bei den Branchen sind die erfreulichsten Beschäftigungsaussichten für den Jahresbeginn 2017 im Gastgewerbe zu finden. Hier rechnen 9% der Unternehmen mit einem Anstieg ihrer Personalbestände im ersten Quartal 2017. Am anderen Ende der Skala stünden neben dem Bergbau- und Rohstoffgewinnungssektor (-6%) der Service public und das Sozialwesen (-5%) sowie die Energie- und Wasserversorgung (-3%) und die Verarbeitende Industrie (-4%).

"2016 hielten sich die Ergebnisse für die Schweiz in allen vier Quartalen durchgehend im leicht positiven Bereich. Heute scheinen die zahlreichen Ungewissheiten, die auf den Unternehmen lasten, diesen relativen und moderaten Optimismus zu trüben", lässt dich Herbert Beuchat, General Manager ad interim bei Manpower Schweiz, in der Mitteilung zitieren.

(AWP)