Aryzta kann Analysten-Erwartungen nicht erfüllen

Der Backwaren-Konzern Aryzta ist zum Abschluss des Geschäftsjahres 2015/16 organisch in etwa mit gleichem Tempo gewachsen wie im Vorquartal
26.09.2016 07:31
Aryzta kann mit den Jahreszahlen die Anleger nicht ganz überzeugen. Bild: Gipfeli von Aryzta.
Aryzta kann mit den Jahreszahlen die Anleger nicht ganz überzeugen. Bild: Gipfeli von Aryzta.
Bild: ZVG

Im vierten Quartal (Mai bis Juli) erreichte er organisch ein Plus von 0,8%, nachdem es im Q3 +0,9%, im Q2 +0,8% und im Q1 -0,4% gewesen waren. Auf das Gesamtjahr gesehen, ergibt das ein organisches Wachstum von 0,5%, wie das irisch-schweizerische Unternehmen am Montag mitteilt.

Analysten hatten für das vierte Quartal im Schnitt (AWP-Konsens) mit einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung auf 2,3% gerechnet und waren für das Gesamtjahr von einem Plus von 0,8% ausgegangen.

Der Umsatz in der Konzernwährung Euro stieg derweil um 1,5% auf 3,88 Mrd EUR. Der operative Gewinn auf Stufe EBITA nahm um 5,7% auf 484,9 Mio EUR ab, und die entsprechende Marge verschlechterte sich auf 12,5% von 13,5%. Auf Stufe Reingewinn ergab sich ein Minus von 5,6% auf 311,5 Mio EUR, der Gewinn pro Aktie (voll verwässert) nahm um 5,0% auf 350,3 Eurocent ab. Es wird eine Dividende von 0,5731 CHF pro Aktie vorgeschlagen (VJ 0,6555 CHF).

Damit hat der Konzern die Prognosen der Analysten auch bei diesen Kennzahlen knapp verfehlt. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 3,89 Mrd EUR, einen EBITA von 500 Mio EUR und einen EPS von 351 Eurocent prognostiziert.

CEO streicht den hohen freien Cashflow heraus

CEO Owen Killian verweist in der Mitteilung jedoch auf die starke Cashgenerierung. Der freie Cashflow habe mit 267 Mio EUR deutlich über dem eigenen Ziel (200 Mio EUR) gelegen. Dadurch habe sich auch eine Möglichkeit zu einer verbesserten Finanzierungssituation ergeben, was die entsprechenden Kosten verringere.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/17 erwartet das Management einen Free Cashflow in der Grössenordnung von 225 bis 275 Mio EUR. Ausserdem soll der (bereinigte) Gewinn für das Gesamtjahr 2016/17 bei 358 Cent pro Aktie zu liegen kommen.

Am vergangenen Donnerstagabend hatte Aryzta ausserdem einen neuen Präsidenten für den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Gewählt werden soll an der kommenden GV vom 13. Dezember Gary McGann, früher u.a. CEO der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus. Zudem soll der bekannte Schweizer M&A-Anwalt Rolf Watter Mitglied des Leitungsgremiums werden. Die Aktie reagierte am Freitag auf die Ernennung der zwei erfahrenen Manager, die zudem von ausserhalb des Konzerns zu Aryzta stossen, mit einem Kurssprung von fast 10%.

(AWP)