Aryzta schrumpft organisch im ersten Quartal

Der Backwaren-Konzern Aryzta hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 weniger Umsatz erzielt und ist überraschend auch organisch geschrumpft.
28.11.2016 07:28
Dessertgebäck von Aryzta.
Dessertgebäck von Aryzta.
Bild: ZVG

Der Umsatz nahm in der Periode von August bis Oktober 2016 um 3,3% auf 962,3 Mio EUR ab; dabei stammen -2,2% aus Devestitionen, während das organische Wachstum bei -1,2% lag, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Im vorangegangenen Quartal hatte die Gesellschaft noch ein organisches Wachstum von +0,8% ausgewiesen.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Aryzta die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) verfehlt. Geschätzt wurde ein Umsatz von 973,4 Mio EUR sowie ein organisches Wachstum von +0,4%.

Verantwortlich für das negative Wachstum war das Nordamerika-Geschäft. Dort ging der Umsatz um 7,5% auf 462,5 Mio EUR zurück, wobei organisch -4,7% resultierten. In Europa war der Umsatz mit -1,4% zwar ebenfalls rückläufig; organisch nahm er hingegen zu (+1,4%). Nur im "Rest der Welt", der allerdings lediglich nur knapp 7% des Geschäftes ausmacht, legte Aryzta deutlich zu (+21%; organisch +9,7%).

Guidance wurde bestätigt

Die Entwicklung des Geschäfts sei im Rahmen der eigenen Erwartungen ausgefallen, lässt sich CEO Owen Killian in der Mitteilung zitieren. Er begründet das schwächere organische Resultat mit Vertragserneuerungen und dem "Timing" von neuen Aufträgen.

Die Guidance für das Gesamtjahr wird bestätigt. Somit bleibt es beim Ziel, einen Free Cashflow in der Grössenordnung von 225 bis 275 Mio EUR sowie einen (bereinigten) Gewinn für das Gesamtjahr 2016/17 im Rahmen des Konsenses bei 358 Cent pro Aktie zu erreichen.

Die Pläne für die Refinanzierung seien ausserdem auf Kurs, schreibt die Gesellschaft weiter. Präzisiert werden dabei die erwarteten Finanzkosten für das Gesamtjahr. Diese würden im Bereich von 80 bis 95 Mio EUR zu liegen kommen (bislang: 80-105 Mio).

(AWP)