Asiatische Börsen ohne gemeinsame Richtung

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed keine gemeinsame Richtung gefunden. In Japan brechen die Aktien von Sharp ein.
16.03.2016 09:26
Asiens Anleger gehen vor dem Fed-Entscheid wenig Risiken ein.
Asiens Anleger gehen vor dem Fed-Entscheid wenig Risiken ein.
Bild: Bloomberg

Während die Börse in Japan ins Minus rutschte, legten die Indizes in China zu. "Es ist keine Frage, dass vom Offenmarktausschuss die dringend benötigte Klarheit erwartet wird", sagte Stefan Worrall, Japan-Experte bei der Credit Suisse. Fachleute gehen nicht von einer Zinsänderung aus. Investoren erhoffen sich aber Hinweise, wie es bei der geplanten Anhebung der Zinsen weitergeht.

In Tokio verlor der Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 16.974 Punkte. Händler machten einen stärkeren Kurs des Yen für die Entwicklung verantwortlich. Auch der Bankensektor liess Federn, nachdem Notenbankchef Haruhiko Kuroda angedeutet hatte, der im Januar überraschend eingeführte Strafzins von 0,1 Prozent für bestimmte Einlagen von Banken könnte auf minus 0,5 Prozent erweitert werden.

Bei den Einzelwerten standen Sharp-Aktien im Mittelpunkt, die fast zwölf Prozent einbrachen. Hintergrund waren Berichte, das taiwanische Technologieunternehmen Foxconn werde möglicherweise die geplante Übernahme hinauszögern, um mehr Klarheit über die Finanzlage bei Sharp zu bekommen.

Das Barometer für die asiatischen Aktien ohne Japan notierte rund 0,2 Prozent niedriger. In Shanghai legte die Börse dagegen um 0,2 Prozent zu. Am letzten Tag des jährlichen Parteitags hatte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang gesagt, er rechne nicht mit einem Absturz der heimischen Wirtschaft.

Der Euro wurde mit 1,1089 Dollar nach 1,1110 Dollar in New York gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 113,35 Yen.

(Reuters)