Asien-Börsen im Aufwind - Japanische Exportwerte gefragt

Die Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenausklang zugelegt. Angesichts der Dollar-Stärke schloss der Tokioter Nikkei-Index den siebten Tag in Folge fester.
25.11.2016 08:27
Der japanische Nikkei-Konzern Honda legt heute zwei Prozent zu.
Der japanische Nikkei-Konzern Honda legt heute zwei Prozent zu.
Bild: Pixabay

Vor allem japanische Exportwerte profitierten am Freitag weiter von der Schwäche der Landeswährung, die Ausfuhren verbilligt und Gewinne im Inland in die Höhe treibt. Auch in anderen Ländern der Region legten die Kurse zu. Hier gab den Märkten Auftrieb, dass die US-Währung über den Thanksgiving-Feiertag nicht mehr ganz so rasant stieg wie zuletzt. Angesichts des Höhenflugs hatten Investoren ihr Geld vor allem aus Schwellenländern abgezogen, um es in den USA anzulegen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei schloss 0,3 Prozent höher bei 18.381 Punkten. Auf Wochensicht ergab sich ein Kursplus von 2,3 Prozent zu. Der breiter gefasste Topix stieg am Freitag ebenfalls um 0,3 Prozent und verzeichnete damit den elften Tag in Folge Gewinne. So lange ging es seit Mai 2015 nicht mehr nach oben. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gewann 0,4 Prozent. Wegen Thanksgiving blieb die US-Börse am Donnerstag geschlossen, am Freitag gibt es nur einen verkürzten Handel.

Die japanischen Exportwerte setzten ihre Rally fort: Toyota-Papiere gewannen 1,5 Prozent, Honda-Titel rund zwei und Panasonic-Aktien etwa vier Prozent.

"Die Investoren treiben den Markt in die Höhe, weil die Schwächephase des Yen anhält", sagte Kazuhiro Takahashi, Aktienstratege bei der Finanzfirma Daiwa Securities. Nur wenige Anleger hätten erwartet, dass der Yen zum Dollar so sehr an Wert verliert. Die Aussicht auf Konjunkturprogramme in den USA trieb dort die Renditen für Staatsanleihen in die Höhe, dazu kommt die Erwartung einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember.

Der Dollar notierte bei 113,36 Yen. Der Euro stieg um 0,2 Prozent auf 1,0577 Dollar. Die Schweizer Währung wurde mit 1,0152 Franken je Dollar und 1,0742 Franken je Euro gehandelt. 

(Reuters)