Asien-Börsen steigen im Vorfeld des Opec-Treffens

Wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Treffen des Ölkartells Opec haben die Börsen in Fernost zum Wochenbeginn überwiegend fester notiert.
28.11.2016 08:39
Der japanische Nikkei-Index gibt etwas nach, ansonsten sind die meisten Börsen Asiens positiv.
Der japanische Nikkei-Index gibt etwas nach, ansonsten sind die meisten Börsen Asiens positiv.
Bild: Bloomberg

Am Markt machten sich Zweifel breit, ob die grossen Exporteure sich am Mittwoch in Wien darauf einigen können, die Fördermengen zu kürzen. Das belastete am Montag den Ölpreis. Investoren gingen deshalb davon aus, dass die Inflation und damit die Zinsen in den USA etwas langsamer steigen dürften. Zudem waren sie skeptisch, ob es in den USA wirklich, wie zuletzt angenommen, unter dem künftigen Präsidenten Donald Trump zu einem Wirtschaftsboom kommen könnte. Das veranlasste Anleger, ihr Geld wieder mehr in Fernost zu investieren - statt wie zuletzt nach Trumps Wahlsieg vornehmlich in US-Anlagen.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gewann 0,6 Prozent. Bis auf den japanischen Leitindex Nikkei, der 0,1 Prozent tiefer auf 18.357 Punkten schloss, tendierten alle grossen Handelsplätze im Plus. In Tokio litten Exportwerte unter der stärkeren Landeswährung. Kursgewinne des Yen belasten das Ausfuhrgeschäft japanischer Firmen. Die Papiere von Toyota etwa verloren 0,5 Prozent. Der Yen legte zum Dollar zwischenzeitlich mehr als 1,5 Prozent zu, der Greenback kostete 111,35 Yen. Noch in der vergangenen Woche war der Dollar zur japanischen Währung mit 113,90 Yen auf den höchsten Stand seit acht Monaten geklettert.

Der Preis für ein Fass der Ölsorte Brent fiel um bis zu zwei Prozent, nachdem er schon am Freitag um 3,6 Prozent zurückgegangen war. Neue Zweifel am Beschluss einer Begrenzung der Förderquoten beim Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) schürte der saudische Energieminister Chalid al-Falih. Er sagte am Sonntag, Kürzungen seien möglicherweise gar nicht mehr nötig, weil die Nachfrage nach Rohöl im kommenden Jahr anziehen dürfte. 

(Reuters)