Asien Börsen zum Wochenauftakt im Minus

Die Aktienmärkte in Fernost sind mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Negative Vorgaben der Wall Street bremsten am Montag den Handel, ein stärkerer Yen machte vor allem Exporttiteln zu schaffen.
26.09.2016 03:18
Der Yen zeigt seine Muskeln.
Der Yen zeigt seine Muskeln.
Bild: Bloomberg

Der Blick der Anleger richtete sich auf das erste TV-Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf, das am Abend ansteht. Sollte der umstrittene republikanische Kandidat Donald Trump dabei besser abschneiden als die Demokratin Hillary Clinton, könnte dies die Investoren verstärkt in sichere Häfen ziehen und die Aktienkurse belasten, erklärte Analyst Angus Nicholson vom Brokerhaus IG. Kurz vor Tokioter Börsenschluss kündigte der japanische Notenbankchef Haruhiko Kuroda an, die BOJ werde ihre ultra-lockere Geldpolitik weiter mit Nachdruck verfolgen.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss 1,3 Prozent schwächer bei 16.544 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans büsste 0,8 Prozent ein.

Am Devisenmarkt lag der Euro wenig verändert bei 1,1222 Dollar. Der Schweizer Franken stand zum Euro bei 1,0889 und zum Dollar bei 0,9701. Zur japanischen Währung gab der Dollar um 0,2 Prozent nach auf 100,83 Yen.

Die Yen-Stärke bremste japanische Unternehmen aus, die stark von Ausfuhren abhängig sind und bei denen sich der Währungseffekt negativ auf das Geschäft niederschlagen könnte. So zählten die Papiere des Elektronikkonzerns Toshiba mit einem Abschlag von rund drei Prozent zu den grössten Verlieren. Die Titel von Honda gaben 2,1 Prozent nach.

Gegen den Börsentrend gefragt waren Pharmaunternehmen wie Takeda Pharmaceutical mit einem Plus von 0,8 Prozent. 

(Reuters)