Asiens Anleger halten sich vor Italien-Referendum zurück

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag vor dem anstehenden Verfassungsreferendum in Italien eine Verschnaufpause eingelegt.
29.11.2016 08:27
Die «Star Ferry» durchquert den Victoria Harbour in Hongkong.
Die «Star Ferry» durchquert den Victoria Harbour in Hongkong.
Bild: Pixabay

Zudem sorgte das mit Spannung erwartete Treffen des Ölkartells Opec für Verunsicherung und schwankende Ölpreise. Die Börse in Seoul ging unverändert aus dem Handel, nachdem die wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck stehende Präsidentin, Park Geun Hye, dem Parlament ihren Machtverzicht anbot.

Auch der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle. Der Markt in Shanghai legte leicht zu. In Tokio sank der Nikkei -Index um 0,27 Prozent auf 18.307 Punkte.

In China profitierten die Kurse vom zunehmenden Vertrauen der Investoren in die Wirtschaft. Vor allem Versicherungstitel zogen an. In Hongkong wurde der Index dagegen durch Energiewerte belastet. Es grassierten weiter Zweifel, ob die großen Exporteure sich am Mittwoch in Wien darauf einigen können, die Fördermengen zu kürzen. Sorge bereitete auch der italienische Bankensektor im Vorfeld des Referendums am Sonntag.

Anleger befürchten, dass die Italiener die Verfassungsreform ablehnen. Das könnte eine politische Krise in dem hoch verschuldeten Land auslösen, da Ministerpräsident Matteo Renzi für den Fall eines "Neins" zu der Reform seinen Rücktritt angekündigt hat. Auch die US-Börsen hatten am Montag im Minus geschlossen.

Der Euro zeigte sich im fernöstlichen Devisenhandel etwas schwächer. Ein Euro wurde mit 1,0603 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 112,12 Yen gehandelt.

(Reuters)