Asiens Börsianer verlieren den Italien-Schreck

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag wieder zugelegt. Die Anleger hätten die erste Verunsicherung nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum in Italien überwunden, sagten Händler.
06.12.2016 08:39
Wohn- und Geschäftsviertel in Schanghai.
Wohn- und Geschäftsviertel in Schanghai.
Bild: Pixabay

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag wieder zugelegt. Die Anleger hätten die erste Verunsicherung nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum in Italien überwunden, sagten Händler. Auch positive Vorgaben aus den USA und Europa sorgten dafür, dass die Vortagsverluste weitgehend wettgemacht wurden.

Ermutigende Konjunkturdaten aus den USA drängten zudem Sorgen um den Euro und die Europäische Union nach der Rücktrittsankündigung des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi in den Hintergrund. So war das Wachstum der US-Dienstleister dem ISM-Institut zufolge im November überraschend hoch ausgefallen.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 0,5 Prozent höher auf 18.360 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 0,6 Prozent im Plus. Nach oben ging es unter anderem in Hongkong und an der südkoreanischen Börse in Seoul.

Mehr Risikofreude

"Weltweit ist wieder mehr Risikofreude festzustellen", sagte Stephen Innes, Händler der Online-Plattform Oanda. Die Anleger hätten den Renzi-Schock mittlerweile verarbeitet. Der italienische Regierungschef hatte nach dem Scheitern des von ihm initiierten Verfassungsreferendums seinen Rücktritt angekündigt. Unterdessen bat ihn aber Italiens Präsident Sergio Mattarella darum, seinen Rückzug bis zur Bestätigung des Staatshaushalts zu verschieben.

Gegen den allgemeinen Trend in Asien büßte der Markt in Shanghai 0,2 Prozent ein. Hier trennten sich die Anleger unter dem Druck eines schärferen Durchgreifens der Aufsichtsbehörden von Finanzwerten.

US-Rohöl verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 51,35 Dollar je Barrel, nachdem die jüngste Opec-Einigung auf Produktionskürzungen zuletzt einen Höhenflug ausgelöst hatte.

Der Euro gab zwar 0,2 Prozent auf 1,0737 Dollar nach, konnte damit aber immer noch einen Großteil seiner Gewinne vom Montag behaupten. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0823 wenig verändert und stieg zum Dollar um 0,1 Prozent auf 1,0071. Ein Dollar wurde mit 114,06 Yen bewertet.

(Reuters)