Asiens Märkte im Plus - Sorgen über Deutsche Bank schwinden

Die Hoffnung auf eine Einigung der Deutschen Bank mit den US-Behörden hat am Montag die asiatischen Aktienmärkte beflügelt.
03.10.2016 08:58
Der Vulkan Fuji-San nahe Tokio vom Flugzeug aus fotografiert.
Der Vulkan Fuji-San nahe Tokio vom Flugzeug aus fotografiert.
Bild: cash

Vor allem die Finanzwerte legten zu. Sie profitierten von einem Bericht vom Freitag, wonach die Deutsche Bank möglicherweise eine deutlich geringere Strafe im Hypothekenstreit zahlen muss.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Plus von 0,9 Prozent fester bei 16.598 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,6 Prozent auf 1330 Zähler zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,7 Prozent. Allein im dritten Quartal kletterte der Index knapp neun Prozent und entwickelte sich damit so gut wie seit Anfang 2012 nicht mehr.

Die Märkte in China sind wegen Feiertagen die komplette Woche geschlossen. In Deutschland wird wegen des Feiertags zur Deutschen Einheit am Montag ebenfalls nicht gehandelt.

"Die jüngsten Entwicklungen am europäischen Bankenmarkt haben dazu beigetragen, die Kurse nach oben zu treiben", sagte Soichiro Monji, Chefstratege bei Daiwa SB Investments. Aber auch neue Konjunkturdaten aus Japan und China unterstützten die positiven Tendenzen. So blieb die Stimmung in den japanischen Industriebetrieben stabil und in China legten die Dienstleister etwas an Schwung zu.

Deutsche Bank weiter im Fokus

Hauptthema an den Aktienmärkten blieb aber die Deutsche Bank. Einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Montag zufolge kommen das Geldhaus und die US-Behörden bei ihren Verhandlungen im Hypothekenstreit voran. Allerdings sei noch kein Vorschlag ausgereift genug, um ihn den Entscheidungsträgern vorzulegen. Der Bank droht in den USA eine Strafe von 14 Milliarden Dollar. Am Freitag hatte die Nachrichtenagentur AFP gemeldet, dass das Institut kurz vor einer Einigung mit dem Justizministerium auf eine Verringerung auf 5,4 Milliarden Dollar steht.

Am Devisenmarkt lief es relativ ruhig. Der Yen notierte bei 101,32 Yen. Der Euro wurde kaum verändert bei 1,1233 Dollar gehandelt.

Der Ölpreis gab leicht um 0,2 Prozent auf 50,10 Dollar je Fass nach. Nach der Kursrally der vergangenen Tage nahmen hier Anleger Gewinne mit. Die überraschende Einigung der Opec-Staaten auf eine Begrenzung der Ölförderung hatte den Preis in die Höhe getrieben. Die Sorte Brent legte im September vier Prozent zu. 

(Reuters)