Ausblick bestätigt - Bucher verzeichnet mehr Aufträge und Umsatz

Die Industriegruppe Bucher hat im ersten Quartal 2017 sowohl mehr Aufträge als auch moderat mehr Umsatz erzielt als im entsprechenden Vorjahresquartal.
27.04.2017 08:02
Ein Scheibenmäher von Bucher Industries.
Ein Scheibenmäher von Bucher Industries.
Bild: ZVG

Die im März vom Unternehmen angesprochenen Anzeichen für eine Trendwende zum Positiven im wichtigen Landmaschinenmarkt scheinen sich zu bestätigen. Konkret zog der Auftragseingangs um gut 14% auf 635 Mio CHF an, entsprechend einem währungs- und akquisitionsbereinigten Plus von gut 15%. Dieser Wert sei erfreulich und durch vier der fünf Divisionen breit abgestützt, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Umsatz erhöhte sich gleichzeitig um 2,2% auf 616 Mio CHF, wobei sich das bereinigte Plus auf 0,8% belief. Das Umsatzplus sei vor allem von Akquisitionen gestützt gewesen, während sich die Währungseinflüsse nur marginal auf die Konsolidierung in Schweizer Franken ausgewirkt habe.

Bucher hat damit die Erwartungen der Analysten zumindest mit dem Auftragseingang klar übertroffen, während der Umsatzkonsens um knapp 1% verpasst wurde. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 591 Mio CHF und für den Umsatz bei 621 Mio.

Das erste Quartal habe von insgesamt besseren, jedoch nach wie vor volatilen Marktbedingungen profitiert, schreibt Bucher. Im Markt für Landtechnik hätten sich weitere Stabilisierungstendenzen mit regionalen Unterschieden gezeigt und das Investitionsklima habe sich insgesamt im Vergleich zum tiefen Vorjahresquartal verbessert. In Europa hätten sich zudem die Märkte für Kommunalfahrzeuge und hydraulische Komponenten belebt.

Guidance bestätigt

Die grösste Division Kuhn Group verzeichnete einen Anstieg des Auftragseingangs auf währungsbereinigter Basis von knapp 24% auf 224 Mio CHF, wogegen der Umsatz um 1,7% auf 286 Mio CHF zurückging.

Bei Bucher Hydraulics, der zweitgrössten Division, verbesserten sich der Bestellungseingang um gut 13% auf 148 Mio und der Umsatz um 7,1% auf 135 Mio CHF.

Für das Gesamtjahr 2017 bestätigt der Konzern die bisherige Guidance vom März. Demnach rechnet das Unternehmen mit einer leichten Umsatzsteigerung und einer verbesserten Betriebsgewinnmarge. Weiterhin sei indes mit ökonomischen Unsicherheiten zu rechnen.

Die Division Kuhn Group geht von tiefen, aber stabilen Preisen für Ackerbauerzeugnisse aus, dabei könnten ansteigende Milchpreise die Nachfrage in der Fütterungstechnik beleben. Zudem sollten sich im laufenden Jahr die 2016 eingeleiteten Massnahmen zur Verbesserung der Profitabilität positiv auf die Division auswirken.

(AWP)