Ausblick bestätigt - LafargeHolcim steigert Umsatz und Gewinn

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim konnte im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch nur beim Gewinn erreicht.
26.07.2017 07:23
EIn Zementlastwagen von LafargeHolcim.
EIn Zementlastwagen von LafargeHolcim.
Bild: ZVG

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim ist im zweiten Quartal 2017 auf vergleichbarer Basis gewachsen um 3,6% gewachsen. Nominell sank der Umsatz dagegen um 5,9% auf 6,85 Mrd CHF. Der um die Merger- und Einmalkosten adjustierte betriebliche EBITDA stieg geringfügig um 0,1% (vergleichbar +10,1%) auf 1,74 Mrd CHF und die entsprechende Marge auf 25,3% von 23,8% im Vorjahreszeitraum, wie LafargeHolcim am Mittwoch mitteilt.

Der Konzerngewinn beträgt im Berichtsquartal 787 Mio CHF nach 400 Mio im Vorjahreszeitraum. Der freie Geldfluss aus Geschäftstätigkeit wird mit 174 Mio CHF ausgewiesen, verglichen mit 79 Mio im Vorjahresquartal. Die Nettofinanzschulden lagen zum Quartalsende bei 15,7 Mrd CHF und damit rund 2,4 Mrd tiefer als zum Ende der Vorjahresperiode.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht unterschritten, beim Ergebnis jedoch gut erreicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 6,92 Mrd CHF mit einem Anstieg auf vergleichbarer Basis von 4,3%. Beim bereinigten operativen EBITDA wurde ein Wert von 1,73 Mrd erwartet, beim operativen EBITDA von 1,63 Mrd.

Die Entwicklung der Verkaufsvolumen war beim Zement mit 15% auf 53,9 Mio Tonnen rückläufig. Auf vergleichbarer Basis resultierte ein kleines Plus von 0,7%. Die Zuschlagstofflieferungen gingen um 2,9% auf 76,3 Mio Tonnen (vergl. -2,1%) zurück, während die Transportbetonvolumen um 13% auf 13,0 Mio Kubikmeter (vergl. 6,9%) sanken.

Markterwartung für 2017 reduziert

Im Berichtsquartal wurden Synergien von 121 Mio CHF erzielt, wie das Unternehmen weiter schreibt. Damit seien zum Quartalsende bereits die anvisierten Gesamtsynergien für 2017 von 1 Mrd CHF annähernd erreicht worden.

Die Konzernregionen Naher Osten, Afrika, Lateinamerika und Nordamerika trugen alle zur verbesserten Ertragskraft bei, schreibt der Konzern weiter. Dabei erbrachten die Vereinigten Staaten, Nigeria und Mexiko besonders gute Leistungsausweise. Die Region Asien, Ozeanien wurde durch das anhaltend herausfordernde Marktumfeld in Indonesien, Malaysia und den Philippinen belastet. Indien habe positiven Ergebnisses gezeigt und sich weiter von den Auswirkungen der Geldentwertung erholt.

Der Konzern hat seine Markterwartungen für das Jahr 2017 reduziert. Das Management des Zementkonzerns rechnet in seinen Märkten nun mit einem Wachstum der Nachfrage von 1 bis 3%, nach zuvor 2 bis 4%. Man sei trotzdem auf Kurs die eigenen Prognosen für 2017 zu erreichen. So soll der bereinigte betriebliche EBITDA auf vergleichbarer Basis ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Der wiederkehrende Gewinn soll um mehr als 20% zulegen.

(AWP)