Ausblick gesenkt - Dottikon wird nicht den erwarteten Gewinn erreichen

Das Aargauer Spezialitäten-Chemieunternehmen Dottikon ES hat eine Umsatz- und Gewinnwarnung abgegeben.
22.10.2018 07:56
Markus Blocher, CEO und VR-Präsident der Dottikon ES Group.
Markus Blocher, CEO und VR-Präsident der Dottikon ES Group.
Bild: ZVG

Nettoumsatz und Reingewinn werden im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 (per 30. September) im Vergleich zur Vorjahresperiode nun "deutlich tiefer" ausfallen, wie es in einer Medienmitteilung vom Montag hiess. Zuvor hatte das Unternehmen ein "schwächeres erstes Halbjahres" im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Auch der Ausblick für das Gesamtjahr hat sich eingetrübt. Trotz des prognostizierten deutlich stärkeren zweiten Geschäftshalbjahres wird für das gesamte laufende Geschäftsjahr 2018/19 nun ein Nettoumsatz und Reingewinn unter dem Vorjahr erwartet. Zuvor wurde mit einem Nettoumsatz in der Grössenordnung des Vorjahres gerechnet. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen dabei nicht. Der Halbjahresbericht soll am 27. November veröffentlicht werden.

Zudem nennt Dottikon Gründe für die schwächer als prognostizierte Entwicklung. Dabei wird auf Unsicherheiten im geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld verwiesen. Zudem nennt das Unternehmen erschwerte Rohstoffbeschaffung, Kampagnenunterbrüche und damit Produktions- sowie Abnahmeverzögerungen bei laufenden Kundenverträgen als Faktoren.

Dies sei durch die "schubweise Massstabsvergrösserung" erfahrungsarmer Prozesse aufgrund beschleunigter Zulassungsverfahren verursacht worden sowie durch Versorgungsengpässe infolge rigoroser Durchsetzung von Umweltauflagen bei asiatischen Chemieproduzenten. Dies habe zu temporären und finalen Schliessungen und damit zu Beeinträchtigungen geführt.

(AWP)