Ausfuhren - Schweizer Firmen exportieren weniger im dritten Quartal

Die Schweizer Exportwirtschaft hat von Juli bis September deutlich an Schwung verloren. Auch die Uhrenbranche leidet.
18.10.2018 09:05
Laden von Swatch im Pekinger Stadtteil Qianmen.
Laden von Swatch im Pekinger Stadtteil Qianmen.
Bild: cash

Im dritten Quartal gingen die Ausfuhren gegenüber dem Vorquartal um 2,9 Prozent zurück. Real, also preisbereinigt, betrug das Minus 2,3 Prozent. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV), welche die Zahlen am Donnerstag publizierte, relativiert den Rückgang allerdings. So sei im Vorquartal ein Rekordwert verzeichnet worden. Die Exporte befänden sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

Gleichwohl handle es sich auf Quartalssicht um den ersten Rückgang nach "eineinhalb Jahren fortwährendem Wachstum", schrieb die EZV in einem Communiqué. Geschrumpft seien insbesondere die Ausfuhren nach Europa (-4,3%). Die Verkäufe nach Asien gingen derweil nur um 0,8 Prozent zurück, jene nach Nordamerika nahmen sogar trotz Handelsstreit minimal zu (+0,4%).

Aufgeschlüsselt nach Branchen waren die Exporte gegenüber dem Vorquartal bei fast allen grösseren Warengruppen rückläufig. Bei den Uhren betrug das Minus etwa 5,2 Prozent, bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten 3,9 Prozent und bei Maschinen und Elektronik 2,4 Prozent.

Weil im dritten Quartal auch die Importe zurückgingen (-1,5%), zeigt die Handelsbilanz gleichwohl einen Überschuss von 3,5 Milliarden Franken.

(SDA)