Ausgezeichnete Stimmung in der Schweizer Industrie

Der Schweizer Einkaufsmanager-Index ist im November markant angestiegen.
01.12.2016 10:05
Der PMI verzeichnet im Novemeber unter anderem eine «überdurchschnittliche Dynamik» in der Produktion (im Bild Flaschenproduktion bei Vetropack).
Der PMI verzeichnet im Novemeber unter anderem eine «überdurchschnittliche Dynamik» in der Produktion (im Bild Flaschenproduktion bei Vetropack).
Bild: ZVG

Der sogenannte Purchasing Manager's Index (PMI, saisonbereinigt) legte um 1,9 auf 56,6 Punkte zu. Damit notiert der Index, der als wichtiger und verlässlicher Frühindikator gilt, "weit in der Wachstumszone" (von über 50 Punkten) und auf dem höchsten Stand seit Februar 2014, wie die Credit Suisse, die den Index zusammen mit procure.ch errechnet, am Donnerstag mitteilt.

Die November-Zahl liegt auch deutlich über den Prognosen: Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen Wert zwischen 53,5 und 54,7 Punkten vorhergesagt.

Ein derart hoher PMI-Wert sei bislang fast nur in Boom-Zeiten der Industrie erreicht worden, heisst es weiter. Auch viele der acht Subkomponenten, aus denen der Index berechnet wird, entwickelten sich erfreulich. So sei etwa die Subkomponente Produktion (59,9) den vierzehnten Monat in Folge angestiegen, und zwar mit "überdurchschnittlicher Dynamik", so die Mitteilung.

Nachfrage grösser als Produktion

Positiv gewürdigt wird ausserdem, dass es trotz höherer Einkaufsmenge (58,1) zu einem Lageraufbau gekommen sei. Dies deute darauf hin, dass die Nachfrage stärker gewesen sei als die Produktion. Auf eine gute Auslastung wiesen zudem die längeren Lieferfristen (57,7) und der Aufbau des Personalbestands (52,2) hin. Letzterer sei erstmals seit November 2014 wieder aufgebaut worden.

"Die Schweizer Industrie zeigt damit abermals ihre Widerstandskraft gegen den starken Franken", bilanzieren die Autoren. Entsprechend werde die Schweizerische Nationalbank in der nahen Zukunft durchaus einen stärkeren Franken tolerieren.

Auch der PMI für den Dienstleistungsbereich entwickelte sich positiv, heisst es weiter. Er erreichte laut den Angaben einen Wert von 67,5 Zählern.

(AWP)