Auslandsbanken - Fed will strengere Regeln für CS, UBS und Co.

Die US-Notenbank Fed erwägt Insidern zufolge eine Verschärfung der Regeln für Niederlassungen ausländischer Kreditinstitute. Betroffen wären auch die Schweizer Banken CS und UBS.
09.03.2019 14:05
Paradeplatz in Zürich mit UBS (hinten) und Credit Suisse (rechts).
Paradeplatz in Zürich mit UBS (hinten) und Credit Suisse (rechts).
Bild: cash

Dabei gehe es um strengere Liquiditätsanforderungen, um sicherzustellen, dass die Filialen kurzfristigen Verpflichtungen nachkommen können, sagten mit den Beratungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Überlegungen seien Teil eines Pakets zur Optimierung der Regeln für ausländische Banken, das die Federal Reserve in den kommenden Wochen vorstellen wolle. Solche Änderungen dürften zu höheren Kosten führen und insbesondere Geldhäuser wie die Deutsche Bank sowie die Schweizer Rivalen Credit Suisse und UBS treffen. Diese halten seit Jahren Milliarden Dollar an Firmenkrediten und anderen Vermögenswerten in ihren New Yorker Niederlassungen.

Bislang schreckte die Fed vor einer Verschärfung der Regeln zurück, weil sie als Reaktion strengere Vorgaben für die US-Banken im Ausland befürchtete. Gerade EU-Aufseher kritisieren seit längerem, dass Banken aus ihren Ländern in den USA strengere Auflagen erfüllen müssen als heimische Institute. Für die amerikanischen Banken hatte die Fed erst vor wenigen Monaten eine Lockerung der Regulierung vorgeschlagen. Nur für die neun grössten US-Banken wie JP Morgan, Bank of America oder Citi sollen die laxeren Liquiditätsanforderungen nicht gelten.

Befürworter der strengeren Regeln für Niederlassungen ausländischer Banken argumentieren, das Schlupflöcher geschlossen werden sollen, mit denen Ableger ausländischer Banken Vermögenswerte dem vollen Zugriff der US-Aufsicht entziehen können. Denn seit der Finanzkrise müssen sich Banken aus dem Ausland zwar genauso wie die heimischen Geldhäuser der verschärften Regulierung stellen, ihre Niederlassungen geniessen aber Erleichterungen. Bei vielen Instituten liegt ein grosser Teil der Vermögenswerte daher nicht in den streng regulierten Holding-Gesellschaften sondern in den New Yorker Niederlassungen.

Durch höhere Liquiditätsanforderungen wollen die Befürworter einer strengeren Regulierung sicherstellen, dass die ausländischen Niederlassungen in einer Krise weniger abhängig sind von der günstigen Refinanzierung durch die Fed. Ausländische Banken und einige Aufseher argumentieren hingegen, dass strengere Vorschriften unnötig seien: Ausländische Niederlassungen hielten selten Gelder, die unter die amerikanische Einlagensicherung fielen, machten nur begrenzte Geschäfte und fielen unter die Regulierung ihrer Heimatländer. Von der Deutschen Bank, Credit Suisse und der UBS war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

(Reuters)

 

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