Aussenhandel mit Überschuss, aber Uhren erneut rückläufig

Der Schweizer Aussenhandel hat im Juli zugelegt.
23.08.2016 08:39
Das Exportvolumen für Schweizer Uhren sank im Juli um 14 Prozent.
Das Exportvolumen für Schweizer Uhren sank im Juli um 14 Prozent.
Bild: cash

Die Exporte sanken zwar gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent auf 17,7 Mrd Franken (real -6,6 Prozent). Der Berichtsmonat zählte allerdings zwei Arbeitstage weniger als im Vorjahr, so dass sich bereinigt ein nominales Plus von 7,9 Prozent und real ein solches von 2,4 Prozent ergibt. Die Importe legten derweil um 2,0 Prozent auf 14,8 Mrd Franken (real -1,2 Prozent) zu, auf bereinigter Basis waren es +11,8 Prozent bzw. +8,2 Prozent. Die Handelsbilanz schloss somit im Berichtsmonat mit einem Überschuss von 2,9 Mrd Franken.

Der Aussenhandel habe im Juli an Fahrt gewonnen, teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mit. Dabei hätten die chemisch-pharmazeutischen Produkte die Ergebnisse in beiden Verkehrsrichtungen massgeblich bestimmt. Doch auch die Exporte von Maschinen und Elektronik hätten zugelegt. Sieben der zehn erfassten Warengruppen verzeichneten laut EZV umsatzmässig eine Zunahme.

Sorgenkind Uhrenexporte

Die Uhrenexporte sind aber erneut sehr deutlich zurückgegangen. So sank das Exportvolumen gegenüber dem Vorjahr um 271 Mio bzw. 14 Prozent auf 1,64 Mrd Franken. Real betrug das Minus 21 Prozent; arbeitstagsbereinigt ergibt sich ein Rückgang von nominal 5,9 Prozent bzw. real 13 Prozent. Bereits in den Vormonaten hatten sich die Uhrenexporte markant rückläufig entwickelt. So waren sie im Juni nominal um 16 Prozent gesunken (real -21 Prozent), im Mai um 9,7 Prozent (real -9,8 Prozent), im April um 14 Prozent (-11 Prozent) sowie im März um 16 Prozent (-21 Prozent).

Am anderen Ende der Spannweite (arbeitstagsbereinigt) standen mit +37 Prozent die Bijouterie und Juwelierwaren. Die Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Produkte nahmen um 10,7 Prozent zu.

Nach Exportdestinationen betrachtet lagen mit Ausnahme von Afrika (-29 Prozent) und Ozeanien (-11 Prozent) alle Kontinente im Plus. Zweistellig wuchsen die Exporte nach Nordamerika (+14 Prozent; USA: +15 Prozent) und Asien (+12 Prozent). Hier hätten insbesondere Japan (+37 Prozent) und China (+14 Prozent) das Ergebnis geprägt. Nach Europa gingen 7 Prozent (EU: +8 Prozent) mehr Waren.

In einer saisonbereinigten Betrachtung stiegen die Exporte zum Vormonat um 3,5 Prozent, real betrug das Plus 5,5 Prozent. Die Importe nahmen um 9,1 Prozent zu (real +9,2 Prozent).

(AWP)