Aussenhandel - Uhrenexporte steigen im August weiter an

Die Schweizer Uhrenexporte haben sich im August weiter erholt und gegenüber der schwachen Entwicklung im Vorjahresmonat erneut zugelegt.
21.09.2017 09:01
Swatch-Geschäft in Kowloon auf dem Festlandteil der Sonderverwaltungszone Hongkong.
Swatch-Geschäft in Kowloon auf dem Festlandteil der Sonderverwaltungszone Hongkong.
Bild: cash

Das Exportvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr nominal um 4,2 Prozent auf 1,42 Mrd CHF, real waren es +4,0 Prozent. Arbeitstagbereinigt legten die Uhrenexporte nominal um ebenfalls 4,2 Prozent zu, real lag das Plus bei 5,4 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte.

Damit hat sich die Lage in der Schweizer Uhrenbranche weiter entspannt. Im Juli, Juni und Mai hatten die Exporte nominal um 3,6 Prozent, 5,3 Prozent und 9,0 Prozent zugenommen, real waren es 2,5 Prozent, 7,1 Prozent und 4,1 Prozent. Im April sowie in den Monaten davor hatten zum Teil deutliche Rückgänge resultiert. Schwach hatten sich die Uhrenexporte im Jahr 2016 entwickelt. Da gingen sie insgesamt um knapp 10 Prozent zurück, wobei im Monat August ein Minus von 8,8 Prozent resultiert hatte.

Aussenhandel mit Überschuss

Der Schweizer Aussenhandel hat im August 2017 einen Überschuss von 2,17 Mrd CHF erwirtschaftet, dies bei Exporten von knapp 16,67 Mrd bzw. Importen von gut 14,49 Mrd CHF. Die Exporte stiegen dabei nominal um 3,9 Prozent und real um 4,7 Prozent, die Importe nominal um 9,8 Prozent und real um 5,9 Prozent.

Arbeitstagbereinigt wuchsen die Exporte im August 2017 zum Vorjahr nominal ebenfalls um 3,9 Prozent, real jedoch um 6,1 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilt. Zum Vormonat (saisonbereinigt) stiegen sie um 0,7 Prozent (real: +2,8 Prozent). Somit habe sich der bisherige Wachstumstrend fortgesetzt, heisst es dazu.

Mit Ausnahme der Bijouterie und Juwelierwaren sowie der chemisch-pharmazeutischen Produkten wiesen laut der EZV alle Kategorien arbeitstagbereinigt ein Absatzplus aus. Zwei Fünftel der gesamten Exportsteigerung sei auf Maschinen und Elektronik zurückzuführen.

Die Importe nahmen arbeitstagbereinigt innert Jahresfrist um 9,9 Prozent und real um 6,5 Prozent zu, saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) stiegen sie um 4,3 Prozent (real: +3,0).

Das Wachstum sei breit abgestützt gewesen, heisst es dazu. Die zwei grossen Warengruppen Maschinen und Elektronik sowie chemisch-pharmazeutische Produkte hätten allerdings die Hälfte der Zunahme auf sich vereint, so die Zollverwaltung.

(AWP)