Aussicht auf Konjunkturhilfen treibt Asien-Börsen weiter an

Die geplanten Massnahmen zur Stützung der japanischen Konjunktur und die Aussicht auf ein robustes Wirtschaftswachstum in den USA haben die Börsenkurse in Asien am Mittwoch beflügelt.
13.07.2016 09:15
Shinzo Abe, Premierminister von Japan, traf gestern den ex-Notenbankchef der USA, Ben Bernanke.
Shinzo Abe, Premierminister von Japan, traf gestern den ex-Notenbankchef der USA, Ben Bernanke.
Bild: Bloomberg

"Vor kurzem noch sah das Umfeld nach dem Brexit-Votum so unsicher aus", sagte Masahiro Ichikawa, Anlagestratege bei Sumitomo Mitsui Assent Management. "Aber die Aussicht, dass Großbritannien bald eine neue Premierministerin haben wird, hat die Stimmung unter den Investoren aufgehellt."

Der Tokioter Leitindex Nikkei schloss 0,8 Prozent höher bei 16.231 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 1,1 Prozent zu auf 1300 Stellen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte rund 0,4 Prozent fester.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe hat nach dem Wahlsieg seiner Regierungskoalition vom Wochenende weitere Maßnahmen gegen die Flaute der Konjunktur angekündigt. Details sind aber noch unklar. Am Dienstag hatte Abe den früheren US-Notenbankchef Ben Bernanke getroffen, der als Verfechter einer expansiven Geldpolitik gilt. Der Besuch hatte Spekulationen genährt, Abes Konjunkturpaket könne von geldpolitischen Lockerungsschritten der Bank von Japan flankiert werden.

Der Yen gab weiter nach. Für einen Dollar mussten rund 104,31 Yen gezahlt werden, vier Prozent mehr als noch vor wenigen Tagen. Entsprechend stiegen die Aktienkurse von exportorientierten Unternehmen an. So legten Toyota und Honda je rund 3,5 Prozent zu. Der Euro notierte zum Dollar unverändert zum Vortag mit 1,1057 Dollar.

An den US-Börsen waren am Dienstag auch dank eines ermutigenden Auftakts zur Berichtssaison die Indizes Dow Jones und S&P-500 auf neue Höchststände geklettert. Analysten sprachen von einer höheren Risikobereitschaft der Anleger weltweit. Renditeorientierte Investoren hätten derzeit schlicht keine guten Alternativen.

(Reuters)