Autoaktien kommen nach Goldman-Studie unter die Räder

Investoren von Automobilkonzernen und Zulieferern haben am Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Sie warfen vor allem BMW und Hella aus ihren Depots, die von Goldman Sachs herunter gestuft wurden.
19.08.2016 11:01
Bei den Auto-Aktien treten die Investoren auf die Bremse.
Bei den Auto-Aktien treten die Investoren auf die Bremse.
Bild: Pixabay

Zusätzlich lasteten die Lieferanten-Probleme von Volkswagen auf dem Sektor, wie ein Händler sagte. BMW waren mit einem Abschlag von 2,7 Prozent auf 76,63 Euro einer der größten Verlierer im Dax. VW verloren 1,9 Prozent auf 119,55 Euro, Continental und Daimler gaben je 1,6 Prozent nach. Im MDax sackten Hella um 4,5 Prozent auf 33,89 Euro ab.

Goldman Sachs bewertete die Aussichten für die Branche in einer Kurzstudie als herausfordernd. Es gebe "Wolken am Horizont". So habe der Automarkt in den USA ein Hoch erreicht, Europa bewege sich darauf zu, die Wachstumsraten seien geringer. Zudem müssten sich die Autobauer mit strukturellen Veränderungen im Sektor, wie etwa den Elektroautos, auseinandersetzen.

Die Analysten stuften BMW und Hella auf "neutral" von "buy" herunter. BMW müsse sich auf eine geringere Profitabilität im China-Geschäft einstellen. Bei Hella sei mit einer Abschwächung des organischen Wachstums zu rechnen. Für Peugeot, Fiat Chrysler und Daimler bestätigten die Experten ihr "buy"-Rating.

(Reuters)